Die Zeiten, in denen Outsourcing zum deutschen Unwort des Jahres gewählt wurde, sind vorbei. Längst ist die Auslagerung von bestimmten Geschäftsfeldern nicht mehr ein Synonym ausschließlicher Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen. Dennoch: Kopfloses Outsourcing kann für ein Unternehmen und seine Mitarbeiter teuer werden. Doch wer strategisch und wirtschaftlich durchdachte Geschäftsprozesse auslagert, kann auf verschiedenen Ebenen gewinnen. Vor allem können sich UnternehmerInnen dann auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und im besten Fall zusätzliche Expertise in das eigene Unternehmen holen.

Keine eierlegende Wollmilchsau?

Ein Unternehmen, das wie eine eierlegende Wollmilchsau funktioniert, ist Utopie. Kaum ein Unternehmen verfügt in all seinen Geschäftsbereichen über uneingeschränkte Expertise. Dieses Manko ist aber durch effizientes und richtiges Outsourcing veränderbar. Damit Unternehmen nicht im Nachhinein draufzahlen, empfiehlt es sich im Vorfeld, etwa durch einen Kriterienkatalog und eine Kosten-Nutzen-Analyse, über Ausrichtung und Leistungskriterien klar zu werden. Und dies kann anschließend gezielt bei der Partnersuche berücksichtigt werden.

Außerdem sollten die Schnittstellen und Kommunikationspunkte zwischen internen und ausgelagert Prozessen und Bereichen gut aufeinander abgestimmt sein. Schließlich geht es darum, den Fokus auf die Kernbereiche eines Unternehmens zu richten – und zwar in jeder Unternehmensphase. Kostenersparnisse, die sich durch das Outsourcing ergeben, können dementsprechend wiederum in das Kerngeschäft ein- oder zurückfließen.

Qualität durch Outsourcing!

Neben großen Unternehmen können auch kleine und mittlere Unternehmen von Outsourcing profitieren. Beispielsweise wenn Finanz- und Rechnungswesenprozesse etwa für die Lohnabrechnungen in einem kleineren Unternehmen von anderen Firmen durchgeführt werden. Welche Geschäftsprozesse aber am sinnvollsten ausgelagert werden können, ist natürlich von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Informationstechnologie, Softwareentwicklung oder First-Level Support zählen dabei zu den häufig in Anspruch genommenen Outsourcing-Leistungen.

Aber auch Bereiche wie Facility Management sowie Marketing und Public Relations werden gerne an darauf spezialisierte Unternehmen oder Agenturen ausgelagert. Die Qualität der Leistungen wird aufgrund der Outsourcing-Expertise verbessert. Und so freut Outsourcing nicht nur das Budget, sondern vor allem auch jenen Bereich, für den man am besten geeignet ist – nämlich das Kerngeschäft.