Österreich als Brücke zum Osten

Österreichische KMU hatten sich, bedingt durch die geografische Lage, schon früh als Brückenbauer in den ehemals kommunistische Nachbarstaaten gesehen, wobei es vor allem traditionelle Handelsätigkeiten in Nischenbereiche waren, auf die sich Unternehmen spezialisiert hatten.

Die österreichische Industrie war und ist stark exportorientiert und sah im Export verschiedener Waren und Güter eine Spezialisierungsmöglichkeit.

Österreich als Zwischenhändler

Zudem fungierten österreichische KMUs oft als Zwischenhändler multinationaler Unternehmen zu diesen Staaten. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Herausbilden nationalstaatlicher Strukturen im Osten, in den ehemaligen Sowjetrepubliken, haben österreichische Unternehmen verstärkt Chancen erkannt und vor allem im Bereich der Handelsaktivitäten Herausforderungen gesucht.

Der Standort Österreich bietet auch in Zukunft ideale Voraussetzungen für den Handel

Verschiedene Faktoren sind für das zunehmende Interesse an Geschäftsbeziehungen und Tätigkeiten im europäischen-, wie auch im außereuropäischen Wirtschaftsraum verantwortlich: Österreich verfügt über gut ausgebildete Unternehmer, die auch ein breites Fremdsprachenwissen aufweisen. Die Mentalität der Österreicher kommt der geforderten Flexibilität entgegen.

Die immer wieder wechselnden wirtschafts- und rechtspolitischen Rahmenbedingungen erfordern wesentlich mehr Wendigkeit und Anpassungsvermögen, um sich auf die Erfordernisse der relativ jungen Demokratien einzustellen.

Förderungen für KMU „for going international“

Sowohl die Wirtschaftskammer Österreich, als auch der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds unterstützen KMUs bei ihren Geschäftstätigkeiten bzw. der Anbahnung von Geschäftstätigkeiten im außereuropäischen Raum. Österreich hat beispielsweise mehr als 110 Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer. Im Vergleich dazu die Schweiz, die lediglich über 9 verfügt.

Warum Österreich als attraktiver Standort im Trend liegt

Österreich hat an Attraktivität als Standort für internationale Holding Gesellschaften wie auch für ausländische Investoren gewonnen. Österreich ist ein attraktiver Unternehmensstandort für Investoren aus den GUS Staaten geworden.

Zahlreiche Vorteile bietet Österreich diesbezüglich:

  • das internationale Schachtelprivileg im Bereich der Körperschaftssteuer bietet die Möglichkeit Auslandsgewinne steuerfrei zu repatriieren.
  • innerhalb der Rahmen der Gruppenbesteuerung können auch ausländische Verluste steuerlich genutzt werden.
  • Österreich verfügt über ein dichtes Netz von Doppelbesteuerungsabkommen.

All diese Faktoren haben Österreich zu einem attraktiven KMU-Standort gemacht, von dem aus es auch interessant ist, in andere Länder zu expandieren.