Popcorn das nach Kaffee, Vanille oder Erdbeeren schmeckt und auch noch bunt ist – wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Meine Schwester Sanela hat mich auf die Idee gebracht. Ich habe eine Zeit lang in Frankfurt gelebt und dort gab es Popcorn in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Das musste ich ihr immer mitbringen, wenn ich auf Heimatbesuch in Wien war. Es hat sie an das Karamell-Popcorn aus unserer Kindheit erinnert. Nachdem ich aus Frankfurt weg bin, haben wir uns eine Maschine gekauft und das Popcorn zuerst nur für uns selbst, vor allem für meine Schwester und ihr Kind, zubereitet.

Warum haben Sie dann ein Geschäft daraus gemacht?

Wir wollten, dass auch andere Menschen so etwas Gutes zu essen bekommen – das gesund ist und nicht voller Chemikalien. Ein Punkt, der uns bei der ganzen Sache sehr wichtig ist. Deswegen werden auch nur hundert Packungen Popcorn pro Tag produziert.

Mit welchen Herausforderungen hatten Sie bei der Geschäftsgründung zu kämpfen?

Es hat ungefähr ein Jahr gedauert, bis wir von der Idee zur Gründung gekommen sind. Die ersten sechs Monate haben wir eigentlich nur Geld ausgegeben. Gerade im Lebensmittelbereich gibt es sehr strenge Auflagen, was natürlich auch gut ist. Zertifikate und ähnliche Dinge sind aber sehr kostenintensiv. Was mich gleich zum nächsten Punkt bringt – nämlich zu der Finanzierung. Für IT-Startups ist es relativ einfach an Geld zu kommen. In unserer Branche sieht es da ein wenig anders aus. Banken sind meist nicht an guten Ideen interessiert. Es geht um Zahlen, Businesspläne und darum, wann Phase eins abgeschlossen ist und Phase zwei beginnt.

Würden Sie die Finanzierung am Beginn als größte Hürde bezeichnen?

Die Hürden und Hindernisse variieren von Fall zu Fall und unterscheiden sich auch stark nach Branchen. Wie gesagt, im IT-Bereich hat man meist keine großen Probleme, wenn es darum geht finanzielle Mittel aufzustellen. Auch in unserem Fall würde ich sagen, dass die Richtlinien und Verordnungen der Teil sind, mit dem man sich am meisten beschäftigen muss und nicht unbedingt das liebe Geld.

Wer stand Ihnen bei der Gründung Ihres Unternehmens zur Seite?

Wir haben Hilfe von verschiedenen Stellen bekommen. Ob das jetzt zinsfreie Darlehen waren oder einfach Tipps von Menschen die im Bereich der Unternehmensgründung schon viel Erfahrung haben. In Österreich gibt es Gott sei Dank genug Stellen an die man sich wenden kann und die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Meine Schwester und ich wollen expandieren. Wir vertreiben unser Popcorn nicht nur selbst, sondern arbeiten auch mit Kinos und Supermärkten zusammen. Zahlreiche namhafte österreichische Unternehmen zählen zu unseren Kunden. Dabei kommt es auch zu ungewöhnlichen Kombinationen. So haben wir in den Filialen einer Textilkette jeweils eine ganze Wand mit unseren Produkten. Diese Kooperation möchten wir in naher Zukunft auf Deutschland ausweiten und auch sonst auf dem benachbarten Markt aktiv werden.