Gastgeber zu sein hat so seine Tücken. Meistens fließt vor dem besagten Abend viel Hirnschmalz und Zeit in die Ausarbeitung des Menüs. Schon Tage davor wird gekocht, gekühlt und mariniert. Oft bleibt dann wenig Zeit, sich auch noch über die Getränkeauswahl umfassende Gedanken zu machen. Wer selbst kein Weinkenner ist, kann sich beim Einkauf in einer Vinothek oder direkt beim Winzer beraten lassen.

Tipps für die Weinauswahl

Dabei ist es hilfreich, die einzelnen Speisen des Menüs zu beschreiben. Empfehlenswert ist auch, das Budget zu nennen, das man für die Weinbegleitung ausgeben möchte. Ist beim Einkaufen kein fachkundiger Berater in der Nähe, hält man sich am besten an Weine, die man selbst schon kennt oder die von bekannten Winzern stammen.

Bei der Auswahl hilft auch die Faustregel: Für leichte Gerichte wie Salate eignen sich leichte, spritzige Weine, für schwere, aromatische Speisen eher vollmundige Getränke. Ebenfalls zu gut wissen: Beim Wein ist es wie mit dem Essen – es sollte eine Steigerung geben. Das heißt: Zuerst werden leichtere Weine serviert, die mit jeder Mahlzeit kraftvoller werden.

Wein richtig lagern

Ist der Wein daheim gut angekommen, muss er richtig gelagert werden. Hier gilt generell: Wein wird am besten an einem Ort aufbewahrt, an dem gleichbleibend dieselbe kühle Temperatur herrscht. Dunkelheit ist ratsam, um Farbe und Aroma zu behalten.

Außerdem: Die Weinflaschen nicht auf einem Regal aufstellen, sondern liegend stapeln, damit der Korken nicht austrocknet. Und: Vor dem Servieren darauf achten, dass der Wein die richtige Temperatur hat. Diese ist individuell unterschiedlich. Weißweine werden bekanntlich kühler getrunken als Rotweine.

Die passenden Aperitif-Weine

Besonders, wenn die Gäste nach und nach kommen oder sich untereinander noch nicht kennen, ist ein Aperitif gefragt. Er leitet den Abend ein und sorgt dafür, dass die Stimmung von Beginn an locker und lebendig ist. Die Gäste können anstoßen, ins Gespräch kommen und erste Anknüpfungspunkte finden. Ein Aperitif bereitet den Magen auf das nachfolgende Menü vor und regt den Appetit an. Hervorragend eignen sich zum Beispiel ein leichter, trockener Weißwein, ein Roséwein, ein spritziger Winzersekt oder ein schaumiger Perlwein.

Ein leichter Wein zur Vorspeise

Den passenden Wein zur Vorspeise zu finden, ist oft gar nicht so leicht. Immerhin gibt es unendlich viele Möglichkeiten für die appetitanregenden Häppchen. Welcher Wein dazu gereicht wird, hängt unter anderem davon ab, welchen Geschmack und welche Konsistenz die Vorspeise hat. Zur Suppe trinkt man eher keinen Wein, weil diese Mahlzeit an sich schon flüssig ist. Soll trotzdem ein Glas gereicht werden, dann am besten auf die wichtigsten Zutaten und die verwendeten Gewürze abstimmen.

Faustregeln für den Wein zum Hauptgang

Folgender Grundsatz ist noch immer gültig: Roter Wein harmoniert gut mit dunklem, weißer Wein mit hellem Fleisch. Welcher Wein zu welchem Fleischgericht passt, hängt aber unter anderem auch davon ab, wie das Fleisch zubereitet wird. Generell macht sich Weißwein gut zu gekochtem Fleisch, Rotwein zu gebratenem, von Röstaromen durchzogenen Gerichten.

Immer passend sind bewährte Kombinationen, zum Beispiel Rotwein zu Steak, ein kräftiger Rotwein zu Rind oder ein trockener Weißwein zum Huhn. Zum Fisch schmeckt je nach Fischart ein leichter bis kräftiger Weißwein, zu kräftigem Fischen mundet auch Rotwein. Wer seinen Gästen ein vegetarisches Hauptgericht serviert, sollte die Weinwahl auf die Saucen und Gewürze abstimmen.

Süßer Wein zum Dessert

Der Dessertwein ist das Gegenteil vom Aperitif: Der Magen ist schon gut gefüllt, die Gespräche am Laufen, der Abend neigt sich dem Ende zu. Einen schönen Abschluss bildet ein vollmundiger Wein mit höherem Alkoholgehalt und starker Restsüße.