Um dieses Einsparpotenzial beim Lebensmittelabfall zu nutzen, hat die Initiative United Against Waste (UAW) – ein Partnernetzwerk aus Wirtschaft, Bund, Ländern, NGOs und Wissenschaft – konkrete Angebote entwickelt, die Betrieben bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen unterstützen soll. Das Ziel: Unternehmen und somit auch die Umwelt zu entlasten.

Küchenprofi[t] – Erfahrene Köche schauen über den Tellerrand hinaus

Die Zahlen zeigen: Es gibt enormes Einsparpotenzial. Für die Gastronomie und Hotellerie hat United Against Waste daher das Beratungsprogramm „Küchenprofi[t]“ entwickelt. Erfahrene Köche unterstützen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe bei der Reduktion von vermeidbarem Lebensmittelabfall.

Im Rahmen des Programms begleiten unabhängige Küchenprofis die Betriebe bei der genauen Analyse der Lebensmittelabfälle und unterstützen sie bei der Erarbeitung von konkreten Einsparmaßnahmen. In den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Wien wird mindestens die Hälfte der Beratungskosten gefördert.

„Das Besondere an diesem Angebot ist, dass die Berater selbst viele Jahre in der Küche gestanden sind und daher die Besonderheiten und Herausforderungen der Branche kennen. Schon durch das Drehen an wenigen Stellschrauben kann man Ressourcen schonen und Kosten einsparen“, sagt Siegfried Kröpfl, renommierter Haubenkoch und einer von österreichweit acht unabhängigen Küchenprofi[t]-Beratern.

Als Entscheidungshilfe zu dieser Investition steht auf der Webseite von UAW ein einfacher Online-Schnelltest zur Verfügung. Mithilfe dieses Schnelltests lässt sich eine erste Einschätzung des Einsparpotenzials beim vermeidbaren Lebensmittelabfall im eigenen Betrieb einholen.

Große Küche – kleine Tonne: Maßgeschneidertes Angebot für Großküchen

Für Großküchenbetreiber bietet die Initiative ein spezielles Angebot. Um den Bedürfnissen dieser Branche gerecht zu werden, entwickelte UAW in Zusammenarbeit mit führenden Akteuren der Gemeinschaftsverpflegung das Programm „Mon[ey]tor – Großküchenabfall vergleichen & einsparen“. Das Monitoringsystem zeigt Betrieben, wo sie mit ihren Standorten im österreichweiten Vergleich in Bezug auf Lebensmittelabfall stehen.

Auch welche Handlungsmöglichkeiten als Gegenmaßnahme empfehlenswert sind, wird aufgezeigt. Als Vergleichswert wird die Menge des Küchenabfalls im Verhältnis zur ausgegebenen Speisemenge herangezogen. Interessierte Betriebe können jederzeit einsteigen.