Warum schrecken viele KMU vor der Beantragung der Forschungsprämie zurück?

Viele Unternehmen schrecken immer noch vor dem Aufwand und dem Risiko einer Beantragung zurück, denn die interne Kosten-Nutzen-Relation stimmt schlicht und ergreifend nicht. Einerseits fehlt den zuständigen Technikern oftmals sowohl die formale als auch die inhaltliche Erfahrung bei der Beantragung von Förderungen, andererseits mangelt es an den vorhandenen zeitlichen Ressourcen. Hierbei stellt vor allem auch die technische Projektleitung einen scheinbar unüberwindbaren Bottleneck dar.

Denn diese Schlüsselfiguren in KMU müssen Entwicklungsprojekte vorantreiben, um den Markterfolg zu ermöglichen, gleichzeitig sind sie aber auch die einzigen MitarbeiterInnen, welche einen qualitativ ausreichenden Förderantrag verfassen können.
Vor allem KMU brauchen Unterstützung bei der Beantragung, denn wir wissen aus vielen Gesprächen mit KundInnen,  dass sie vor dem Aufwand und dem Risiko einer Beantragung zurückschrecken.

Hinzu kommt, dass viele innovative KMU fälschlicherweise davon ausgehen, dass Forschung nur an den Universitäten stattfindet. Es ist daher unerlässlich, dass Bewusstsein für die F&E-Aktivitäten in heimischen Betrieben geschaffen wird und  liegengebliebene Gelder im Rahmen der Forschungsprämie abgeholt werden.

Was ändert sich durch die Einschaltung der FFG für den Antragsteller?

Sehr qualifizierte Gutachter überprüfen treffsicher die Anträge auf Förderwürdigkeit. Seitdem im Antragsjahr 2012 die FFG zwischengeschalten wurde, checken Techniker die Anträge der beantragenden Unternehmen. Wir sehen uns als Partner der FFG und unterstützen KMU dabei, förderwürdige Projekte auszuwählen und professionell Anträge zu erstellen.

Kann sich der Wirtschaftsstandort Österreich durch die Forschungsprämie bei der Digitalisierung einen Vorteil verschaffen?

Wir gehen davon aus, dass sich die Industrie aufgrund von Digitalisierung und Robotik wieder verstärkt nach Europa verlagern wird. Die Forschungsprämie führt zu vermehrter Forschung und Entwicklung und wirkt dabei als Standortvorteil für Österreich. Orte, an denen sich große Unternehmen ansiedeln, ziehen in der Folge oftmals viele kleine und hochinnovative Unternehmen nach – eine Chance für die Entwicklung von weiteren Hidden Champions.