Zu Beginn des Jahres haben sich viele Experten aus der Geschäftsreiseindustrie die Frage gestellt, wohin 2015 die Reise gehen wird. Kann sich der Geschäftsreisemarkt nach der eher verhaltenen Entwicklung der letzten Jahre heuer wieder stabilisieren? Das Fazit nach zehn Monaten ist verhalten optimistisch: Ein „kleines Wachstum“ geht sich aus. Dieser positive Trend ist vor allem deshalb besonders erfreulich, weil er sich von der weiterhin stagnierenden Wirtschaft in Österreich abhebt.

Geschäftsreisen sind ein wichtiger Indikator für die Wirtschaftslage. Über viele Jahre war die Geschäftsreiseindustrie in Österreich eine Wachstumsbranche. Woran liegt es, dass sich dieser Trend in jüngster Vergangenheit stark abgeschwächt hat? Wird weniger gereist oder wird beim Einkauf von Reiseleistungen mehr gespart? In jedem Fall ist auch die geschäftliche Mobilität im Umbruch. Travel Management wird komplexer, schneller und technischer.

Zu Beginn des Jahres haben sich viele Experten aus der Geschäftsreiseindustrie die Frage gestellt, wohin 2015 die Reise gehen wird. Kann sich der Geschäftsreisemarkt nach der eher verhaltenen Entwicklung der letzten Jahre heuer wieder stabilisieren? Das Fazit nach zehn Monaten ist verhalten optimistisch: Ein „kleines Wachstum“ geht sich aus. Dieser positive Trend ist vor allem deshalb besonders erfreulich, weil er sich von der weiterhin stagnierenden Wirtschaft in Österreich abhebt.

Megatrend „Smart Travelling“

Die Geschäftsreiseindustrie ist im Umbruch. Der englische Begriff „disruptive“ beschreibt sehr passend, dass auch in unserer Branche  „kein Stein auf dem anderen bleibt“. Bezeichnend ist, dass viele aktuelle Trends bisher nur mit englischen Begriffen Eingang in unser Leben gefunden haben: Big Data, Sharing Economy, Gamification, New Distribution Capability sind einige davon. Wie so oft ist auch hier Amerika der Trendsetter. Hinter all diesen Entwicklungen stehen neue Technologien, die den Einzelnen immer besser in die Lage versetzen, seine Geschäftsreise einfach und individuell selbst zu gestalten.

Große Airlines arbeiten intensiv an maßgeschneiderten Angeboten für den einzelnen Geschäftsreisenden. Reisebüros und Travel Manager müssen auf diese Herausforderungen neue Antworten finden.

Interne Prozesse als Kostentreiber

In Zeiten von schwachem Wirtschaftswachstum steht auch bei Geschäftsreisen der Spargedanke im Vordergrund. Da die Preise beim Einkauf von Reiseleistungen weitgehend ausgereizt sind, wird stärker hinterfragt, welche Geschäftsreisen notwendig sind und welche Reisen eventuell durch Videokonferenzen oder ähnliches ersetzt werden können. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass durch eine Optimierung interner Prozesse Kosten gespart werden können. Hier geht es z.B. um schlanke Genehmigungsverfahren und das elektronische Verarbeiten von Reise- und Rechnungsdaten.

Ein großes Einsparungspotenzial liegt bei der Reisekostenabrechnung. Der enorme Aufwand des Abrechnungsprozesses ist bisher wenig beachtet. Eine aktuelle Studie der GBTA Foundation belegt, dass die Abrechnung einer Geschäftsreise mit Übernachtung durchschnittlich 20 Minuten in Anspruch nimmt und im Unternehmen Prozesskosten von € 53,- verursacht. Deshalb gibt es beim Reisen wie beim Travel Management einen starken Trend weg vom Papier hin zu smarten Online Lösungen.