Am besten erscheinen Sie zum Kundentermin mit einem unscheinbaren Kleinwagen, der in gedeckten Farben gehalten ist, idealerweise grau. Ist der Wagen vielleicht auch nur deshalb grau, weil er so schmutzig ist und gelingt es Ihnen, Ihren Kunden beim Wegfahren auch noch in eine dunkle Rußwolke zu hüllen, hinterlassen sie nicht einmal keinen, sondern sogar einen schlechten Eindruck.

Best Practice geht anders und ist gar nicht mal so schwer. Wer seinem Fuhrpark genauso viel Aufmerksamkeit wie den eigenen Visitenkarten schenkt, macht schon vieles richtig. Genau wie diese ist auch das Fahrzeug eine Kommunikationsfläche und dessen Design entscheidend.

Design ist Trumpf

Wichtigster Faktor ist das Auto selbst, kann aber zusätzlich mittels Aufklebern und Folien an die Corporate Identity des Unternehmens angepasst werden und Werbebotschaften transportieren. Weckt das Fahrzeug selbst aber keine Emotionen, sind auch solche nachträglichen Maßnahmen nur Makulatur, man kommt mit einer langweiligen Blechkiste zum Kunden.

Darum gilt: Design ist Trumpf. Wichtig ist dabei natürlich auch, dass das Image des Fahrzeugs und jenes des Unternehmens stimmig sind: Wer im Umweltbereich tätig ist und mit einem benzinschluckendem Pick-up vorfährt, wirkt nur wenig glaubwürdig. Dann vielleicht besser ein kompakter Stadtflitzer als Hybrid oder überhaupt komplett elektrifiziert.

Größe ist unwichtig

Für viele Automobilhersteller geht es nicht mehr darum, Autos zu verkaufen, sondern maßgeschneiderte Mobilitätslösungen anzubieten. Dazu gehören Fuhrparkmanagement für den effizienten Einsatz der Fahrzeuge im Unternehmen genauso, wie Support bei der Instandhaltung der Flotte und deren Finanzierung. Das Beste daran: Um in den Genuss dieser exklusiven Services zu kommen, muss man kein Großunternehmen sein – oft ist man bereits mit zwei Fahrzeugen dabei.

Motivation ist alles

Firmen setzen vermehrt Dienstwagen als zusätzlichen Anreiz ein. Gerade die gut ausgebildeten Fachkräfte, die nur schwer am Markt zu rekrutieren sind und ein vergleichsweise hohes Gehalt erhalten, sind dafür eine spezielle Zielgruppe.

Neben dem Dienstwagen gibt es darüber hinaus die Möglichkeit einer Gehaltsumwandlung. Der Mitarbeiter verzichtet zugunsten eines Firmenwagens auf Teile seines Lohns. Stattdessen stellt das Unternehmen dem Arbeitnehmer einen Dienstwagen für berufliche und private Fahrten zur Verfügung. Von diesem Deal profitieren am Ende beide Seiten: Unternehmen steigern die Motivation ihrer Mitarbeiter, punkten bei der Rekrutierung und stärken die Loyalität ihrer qualifizierten Fachkräfte.

Zudem gelten Leasingraten als Betriebsausgaben. Auch können die Autos bei Fluktuation alternativ genutzt werden – zum Beispiel für den Einsatz im Fahrzeugpool oder in der Übernahme durch neue Mitarbeiter.

Vorteile für alle

Denn auch die profitieren natürlich von diesem Modell: Sie sichern für das Unternehmen günstige Leasingkonditionen, können auf aktuelle Fahrzeugmodelle zurückgreifen, eventuell alle paar Jahre mit einem neuen fahren und je nach Einzelfall sogar die Lohnsteuer reduzieren.

Allerdings lohnt hier ein genauer Blick auf die Verträge und ein gewissenhaftes Nachrechnen, um böse Überraschungen auszuschließen. Entscheidend ist zudem die Auswahl der Fahrzeuge: Aufgrund der vergleichsweise hohen Preise eignen sich die üblicherweise in den Fuhrparks eingesetzten Premiumfahrzeuge der Ober- und Mittelklasse oft nur bedingt für dieses besondere Modell der Gehaltsumwandlung. Eine interessante Alternative sind dann Premiumautos im Segment Kleinwagen und Kompaktklasse, die außerdem häufig mit attraktiven Sonderausstattungen überzeugen können.