Reifen sind die Verbindung zwischen Auto und Straße und müssen für die unterschiedlichsten Fahrbahnbedingungen, Wetterverhältnisse und Fahrstile gewappnet sein. Es versteht sich daher von selbst, dass die Fahrsicherheit zu einem bedeutenden Teil auch von der Reifensicherheit abhängt. Durch Checks, die entweder von ReifenspezialistInnen oder von den AutofahrerInnen selbst durchgeführt werden, kann man Risiken, wie die gefürchteten „Reifenplatzer“, minimieren.

Wer sich vor dem Reifenneukauf außerdem über die sichersten Modelle informieren möchte, ist bei den jährlichen Reifentests von renommierten Verkehrsinstituten gut aufgehoben. Schließlich will man je nach Jahreszeit sowohl mit Winter- als auch Sommerreifen möglichst lange und vor allem möglichst sicher unterwegs sein.

Ausreichende Profiltiefe

Regelmäßige Reifenüberprüfungen, die von AutofahrerInnen mit einfachen Methoden durchgeführt werden können, helfen, auch selber einen guten Überblick über die Funktionstüchtigkeit des Autos zu haben. Dabei sind vor allem der Luftdruck des Reifens und die Tiefe des Profils wichtig. Obwohl die gesetzlich zulässige Untergrenze für die Profiltiefe von Sommerreifen bei 1,6 Millimetern und von Winterreifen bei 4,0 Millimetern liegt, ist es nicht ratsam, diese Untergrenze als generellen Maßstab zu verwenden.

Gerade bei regennasser Fahrbahn kann sicheres Fahren bei einer sehr geringen Profiltiefe nicht mehr garantiert werden und die Unfallgefahr erhöht sich. Es empfiehlt sich daher, Sommerreifen bei 3,0 Millimeter und Winterreifen bei 5,0 Millimetern Profiltiefe zu fahren.

Sicherheitsfaktor Reifendruck

Viele AutofahrerInnen sind mit zu wenig Luftdruck in den Reifen unterwegs. Dabei ist der Reifendruck zentral, wenn es darum geht, mit genügend Haftung auf der Straße unterwegs zu sein. Zu niedriger Druck kann beispielsweise zu verlängerten Bremswegen führen. Aber auch zuviel Reifendruck sorgt für weite Bremswege und außerdem dafür, dass der Reifen zu schnell abgefahren wird, wobei sich die Dauer bis zum nächsten Reifenkauf unerwünscht verkürzt.

Es kommt also auf den richtigen Grad der Reifenbefüllung an. Diese ist natürlich von Auto zu Auto sowie von Vorderreifen zu Hinterreifen unterschiedlich und lässt sich zumeist entweder in den Fahrzeuginformationen finden oder auch am Tankdeckel ablesen.

Beim richtigen Reifendruck geht es aber nicht nur um die Vermeidung von Unfällen und die Sicherheit im Straßenverkehr, sondern auch um den Kraftstoffverbrauch. Optimaler Reifendruck minimiert demnach die Spritkosten. Es lohnt sich also im wahrsten Sinne des Wortes regelmäßig den Reifendruck, etwa an der Tankstelle, zu überprüfen und gegebenenfalls nachzufüllen.

Reifenalter und Schäden

Außerdem sollten AutobesitzerInnen wissen, wie alt die Reifen sind, um so regelmäßig die abgefahrenen gegen neue Reifen zu tauschen. Durch die mit zunehmendem Alter auftretenden Abnützungserscheinungen ist der Reifen vor Schäden, die etwa beim Anfahren von Randsteinen entstehen können, nicht mehr so gut geschützt. Überhaupt sollten AutofahrerInnen vor dem Fahrtantritt die Reifen auf offensichtliche Schäden, wie beispielsweise Risse, überprüfen.

Da kleinere Schäden für den Laien oft unentdeckt bleiben, macht es durchaus Sinn, die Reifen regelmäßig von Fachkräften checken zu lassen. Dies kann bei Service- und Überprüfungsterminen durchgeführt werden, oder auch beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen. Sparen sollte man gerade bei der Reifensicherheit daher nicht. Denn im Endeffekt geht es vor allem um eines: Sicher ankommen.