Sogar der Otto-Motor wurde ursprünglich für Gasbetrieb konzipiert. Das ist auch der Grund dafür, dass Benziner ohne Probleme nachträglich umgerüstet werden oder Fahrzeuge serienmäßig mit beiden Antrieben ausgerüstet sein können. Zahlreiche Brand- und Crashtests haben erwiesen, dass CNG-Fahrzeuge mindestens genauso sicher sind wie solche, die von Diesel oder Benzin angetrieben werden.

Bleibt man nicht mangels Tankstellen irgendwo hängen?

Das österreichische Tankstellennetz wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut, derzeit stehen bereits 175 Stationen in den Ballungsräumen und entlang der wichtigsten Transitrouten zur Verfügung. Doch auch davon abgesehen ist es beinahe unmöglich, mit einem modernen Fahrzeug auf der Suche nach einer CNG-Tankstelle liegen zu bleiben.

Wie weit Sie damit kommen, ist natürlich von Modell zu Modell verschieden, doch sind Gesamtreichweiten von über 1.000 km keine Seltenheit mehr. Sie müssten also etwa auf einer Strecke von Wien nach Amsterdam an einer Erdgastankstelle vorbeikommen – und das sollte machbar sein.

Die Leistung ist doch viel zu gering?

Schnee von gestern ist auch die Annahme, Erdgasfahrzeuge würden nicht genug Leistung erbringen. Fragen Sie die Rennfahrer Manfred Stohl oder Hannes Danzinger, die sich damit in der Rallye-Elite platzieren konnten. Oder Rainer Zietlow, der mit einem CNG-betriebenen Wagen die Welt umrundete. Oder den Fahrer jenes Autos, der mit Power aus Biogas einen klimaneutralen Geschwindigkeitsrekord von 327 km/h aufstellte.

Umwelt & Geldbörse sagen „tanke“!

Inzwischen gehen also Gegnern des Erdgasautos die Argumente aus. Was bleibt, sind unbestreitbare ökologische und ökonomische Vorteile. Erdgas ist sowohl besser als auch billiger. Es hinterlässt bei der Verbrennung prinzipiell weniger Schadstoffe, aber auch dadurch, dass weniger davon benötigt wird. 1 kg Erdgas enthält so viel Energie wie 1,5 l Benzin oder 1,3 l Diesel.