Fast jeder zweite Unternehmer finanziert seinen Fuhrpark mittlerweile extern. In den vergangenen Jahren konnte vor allem das heimische KFZ-Leasing starke Zuwächse verbuchen – die Branche boomt. Das bestätigen auch Dr. Michael Steiner, Präsident des VÖL, sowie Mag. Alexander Schmidecker, Vizepräsident des VÖL. „Es geht nicht darum, Fahrzeuge zu besitzen, sondern diese zu benutzen.

Das ist eigentlich die Grundidee von Leasing, die durch die Verbindung von Finanzierung und begleitendem Service optimiert wird“, erklärt Schmidecker. Stand zunächst noch die reine Finanzierung im Vordergrund, ist heute vor allem der begleitend angebotene Service für viele Unternehmen interessant. Immerhin ist hinsichtlich des Fuhrparkmanagements eine Reihe von wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten.

Das unterstreicht auch Steiner: „Fuhrparkmanagement ist eine sehr komplexe und umfangreiche Dienstleistung. Der Fuhrparkprozess sollte sich an die bestehenden Unternehmens(kern)-prozesse anpassen. Dies kann nur gelingen, wenn der Fuhrparkmanager die Zeit für eine detaillierte Analyse und Beratung erhält.“

Leasing, Fuhrparkmanagement und voller Service

Die Vorteile von Leasing liegen für Steiner und Schmidecker auf der Hand. „Leasing bietet den Effekt einer langfristigen Vollfinanzierung, einer Investition ohne Einsatz von Eigenkapital“, erläutert Schmidecker. Die Liquiditätsschonung ist auch für Steiner ein klarer wirtschaftlicher Vorteil.

Weitere Pluspunkte stellen außerdem die umfangreichen Dienstleistungspaletten sowie eine qualitativ hochwertige Beratungsleistung rund um Fragen des Fuhrparkmanagements dar, wie Steiner berichtet: „Für Unternehmen und Selbständige ist neben dem Finanzierungsaspekt zunehmend auch die Möglichkeit zu Kosteneinsparungen durch externes Fuhrparkmanagement interessant.“

Durch geschicktes Outsourcing können so etwa bei Services, Reparaturen, Reifen oder Schadensfällen Einsparungspotenziale genutzt werden.

Für viele Leasing-Nutzer sind die Schlagwörter Service und Beratung daher besonders wichtig. „Leasing-Gesellschaften bieten neben der Objektfinanzierung ein ganzes Bündel ergänzender Dienstleistungen an, die für den Kunden einen deutlichen Mehrwert darstellen“, verdeutlicht Schmidecker ebenso.

„Wichtig dabei ist ein qualifiziertes und aktives Schadensmanagement. Nur ein von Beginn an konsequent angewandtes Schadensmanagement bietet die Möglichkeit, den Aufwand weitgehend zu reduzieren und die Schadensregulierung zu beschleunigen“, so Schmidecker weiter.

Finanzierungsalternativen, Trends und Potenziale

An oberster Stelle steht für Leasing-Kunden aber zunächst die Auswahl des richtigen Anbieters. „Die Mitglieder des Fuhrparkmanagement-Ausschusses im VÖL haben gemeinsam einheitliche Qualitätschecklisten entwickelt und sich zu deren Einhaltung verpflichtet“, erklärt Steiner.

Gerade im KMU-Bereich sind Finanzierungslösungen besonders gefragt, konstatiert Schmidecker: „Um wettbewerbsfähig und attraktiv zu bleiben, gibt Leasing als zeitgemäße Finanzierungsalternative neue Impulse. Der Trend geht weg vom reinen Finanzierungsleasing hin zum Full-Service-Leasing.“

Einen weiteren Trend sieht Schmidecker außerdem in der Elektromobilität – gerade in Österreich, wo mittlerweile rund 80 Prozent der betrieblich genutzten E-Fahrzeuge mittels Leasing finanziert werden: „Österreich hat die Chance, zum Vorzeigeland für Elektromobilität in Europa zu werden – nicht zuletzt durch das Potenzial erneuerbarer Energiequellen und die Innovationskraft heimischer Unternehmen in den Bereichen Zulieferung, Produktion und Dienstleistungen.“

Aufgrund der langandauernden Niedrigzinsphase steigt die Belastung für die heimische Leasing-Industrie, bemerkt Steiner abschließend: „Die österreichische Wirtschaft benötigt dringend Anreize und Impulse für mehr Investitionen. Dann kann Leasing als attraktive Finanzierungsalternative dienen, um nachhaltiges Wachstum zu fördern.“