Dr. Alexander Nekolar
Vizepräsident des Verbands Österreichischer Leasing-Gesellschaften

Schon lange ist Leasing die Finanzierungsform Nummer 1 für Unternehmerkunden. Die steuerliche Absetzbarkeit des Leasingentgeltes als Betriebsausgabe, ohne einen Aktivposten in der Bilanz bilden zu müssen macht Leasing attraktiv. Meist wählen Fuhrparkmanager ein Operating Leasing. Das ist bequem, denn das Restwertrisiko liegt beim Finanzierungsdienstleister und der Unternehmer muss sich nicht um die Verwertung kümmern.

Trend zum professionellen Fuhrparkmanagement

Lange Zeit wurde unterschätzt, welchen Aufwand die Fuhrparkverwaltung bedeutet. Daher standen die reinen Fuhrpark-Kosten im Vordergrund, Verwaltungs- und Personalkosten wurden vernachlässigt. Die TCO (Total Cost of Ownership) rücken mittlerweile aber als Entscheidungskriterium zunehmend in den Fokus. Durch ein ausgelagertes Fuhrparkmanagement mit einem Wartungsvertrag werden Verwaltungs- und Reparaturkosten auf ein Minimum gesenkt. Die Unternehmerkunden können bei einer gleichbleibenden Monatspauschale für die kostenoptimierte Instandhaltung ihres Fuhrparks und für lückenlose Mobilität sorgen. Online Reporting und „One-Stop-Services“ sind gefragt und komplettieren das Angebot vieler Anbieter. So können kostenintensive Stehzeiten vermieden werden und der Fuhrparkleiter hat seine Fahrzeuge stets im Überblick.

„Durch ein ausgelagertes Fuhrparkmanagement können Verwaltungskosten auf ein Minimum gesenkt werden.“

„Think green“ im Fuhrparkmanagement

Nicht zuletzt die aktuelle Steuerreform zur Erhöhung des Sachbezugs für die Privatnutzung von Dienstfahrzeugen machen Fuhrparkmanager und Dienstwagenfahrer sensibel für das Thema Nachhaltigkeit. Der Trend in Richtung „green fleet“, also in Richtung umweltverträglicher Mobilität, zeichnet sich aber schon seit einiger Zeit ab.
Professionelle Beratung durch Fuhrpark-Experten hilft Flottenmanagern, ihre Fuhrparks zu optimieren. Besonders im Bereich der Poolfahrzeuge kommen vermehrt Hybrid- und Elektroautos zum Einsatz. Diese sind momentan von der Steuerreform nicht betroffen, dafür als klassische Dienstfahrzeuge aufgrund der geringeren Reichweite nicht erste Wahl. Auch steht eine Sensibilisierung der Fahrzeugnutzer für eine sichere und sparsame Fahrweise ganz oben auf der Prioritätenliste.

Fazit

Bei aller Dynamik in diesem durchaus kostensensiblen Bereich ist ein Trend fix: Professionelles Fuhrparkmanagement durch Experten ist unverzichtbar. Schon bei kleinen Fuhrparks machen sich das Know-how und die bestehende Infrastruktur der Fuhrpark-Profis bezahlt.