Unterwegs zu sein, heißt noch lange nicht Urlaub zu haben. Gerade im Auto denken das wohl die meisten Menschen. Da hält man dann möglichst wenig an und muss es dank des technologischen Fortschritts auch nicht. Jedoch brauchen Autofahrer keine Scheu zu haben, an einer Raststätte zu halten. Komfort sowie ein breites Angebot an Produkten und Dienstleistungen warten auf die Reisenden. Und selbst die härtesten Pausenverweigerer mit dem größten Durchhaltevermögen müssen spätestens dann Halt machen, wenn ihrem Auto der Sprit ausgeht.

Service in jeder Hinsicht

Für den gehetzten Fahrer von heute ist es nur mit einem Parkplatz und einem kleinen Snack nicht mehr getan. So versucht man auch durch ein vielfältiges Angebot in der Gastronomie mit einem darstellbaren Preis-Leistungs-Verhältnis die Fahrer dazu zu bewegen, zu der nächsten Raststätte abzubiegen. Dabei denkt man aber nicht nur an die Lenker, sondern ebenso an die Mitfahrer und versucht das Angebot auch auf Familien und Busreisende abzustimmen. Dazu gehört neben Sauberkeit und Komfort der entsprechende Auftritt der Mitarbeiter. Reisende sieht man zwar nicht so schnell wieder, jedoch sollte man sie so behandeln: Schon eine freundliche Begrüßung und umsichtige Bedienung sind kleine Dinge, die auf einer langen, anstrengenden Reise eine große Wirkung haben können. Das wissen vor allem Familien zu schätzen, die wohl immer noch einen großen Anteil am Urlaubsverkehr auf der Straße haben. Auch darauf konzentrieren sich die Rastunternehmen inzwischen durch eine entsprechende Gestaltung und ein gezieltes Angebot, damit es vor allem Kindern nicht langweilig wird, wenn es der ganzen Familie im Auto gerade etwas zu eng ist.

Spagat zwischen Angebot und Tempo

Jedoch ist natürlich klar, dass Raststätten keine Urlaubsressorts sind, sondern Orte der Durchreise. Die Raststättenketten stehen deshalb vor der Aufgabe, den Spagat zu schaffen zwischen einer Pause, die ihren Namen verdient und gleichzeitig einem Angebot, das in einer Geschwindigkeit geboten wird, die den Reisenden nicht unnötig bremst. So beschreitet Rosenberger, der älteste Raststättenbetreiber des Landes, neue Wege: „Auch bei einem ganz kurzen Halt wollen wir eine angenehme Pause bieten. Dazu haben wir sogenannte „Fast Lanes“ eingeführt, auf denen wir auch diejenigen entsprechend versorgen, die wirklich gar keine Zeit haben“, berichtet der Geschäftsführer Thomas Wollner.

Meetings an der Autobahn

Neben Fernfahrern und Familien kann man sich dynamische Manager gemeinhin weniger vorstellen, wie sie durch eine Raststätte marschieren. Schließlich gilt die Autobahn als das Revier der Urlauber und Trucker. Aber im normalen Leben sind nun einmal nicht alle Geschäftsleute im Luxusjet, sondern vielmehr im Auto unterwegs. Meetings auf der Raststätte erscheinen daher häufig terminlich mehr als zweckdienlich.
So werden diese Orte inzwischen räumlich so gestaltet, dass man eine Geschäftsbesprechung nicht beim Automatenkaffee am Stehtisch abhalten muss. Deshalb lassen Unternehmen inzwischen auch regelmäßig ihre Angestellten an Raststätten abbiegen, um länger zu bleiben: Statt sich auf dem Weg zum nächsten Termin einfach nur die Beine zu vertreten, geht es für die Mitarbeiter dagegen zur Schulung in den Seminarraum – direkt an der Autobahn.