Der Wiener Rathausplatz bietet für eine Vielzahl an Events die perfekte Kulisse. Doch nur einmal im Jahr verwandelt er sich für sechs Wochen in eine riesige Eislauffläche inklusive sportlichen Eisstockbahnen und pittoreskem Traumpfad durch den Rathauspark. Von Jänner bis März wird das Paradies für EisläuferInnen 2016 bereits zum 21. Mal stattfinden. Die Eventplanung und Organisation dazu hat aber unmittelbar nach dem letzten Eistraum begonnen, verrät Gaby Olbertz, Medien- und Öffentlichkeitsverantwortliche des Stadt Wien Marketings. „Für 2016 vergrößern wir die Eisfläche noch einmal um 1000m2 auf 8000m2. Auch die Eisstockbahnen werden auf acht Bahnen erweitert. Das hat im Vorfeld unglaublich viel Vermessungsarbeit verlangt. Dementsprechend früh muss da die Planung losgehen.“ Das Ziel, den BesucherInnen ein abgerundetes und harmonisches Bild zu präsentieren, bedeutet aufwendige Vorbereitungen und nicht zuletzt auch technisches Know-how.

Routine und Erfahrung im Eventmanagement

Der Eistraum ist bekannt für die malerische Beleuchtung der Kulisse. Was den BesucherInnen allerdings verborgen bleibt, ist der enorme technische Aufwand dahinter. „Dafür gibt es Spezialisten und Projektleiter, die sich auf den diversen Gebieten sehr gut auskennen. Über die Jahre hinweg entwickelt sich dabei ein Wissen darüber, was leicht machbar sein wird und wo es vielleicht aufwendiger werden könnte. Die Routine spielt dafür natürlich eine große Rolle. Das ist kein Hexenwerk, hat aber viel mit Erfahrung zu tun.“, so Olbertz.

Erfahrung braucht es aber auch für andere Bereiche des Eventmanagements. Angefangen von Veranstaltungskonzeption, Zielgruppen, Programm, Zeitplan und Budget bis hin zur tatsächlichen Realisierung des Events stecken die MitarbeiterInnen tausende Arbeitsstunden hinein. „Mindestens 300 MitarbeiterInnen sind dann direkt am Eistraum beteiligt“, erklärt Olbertz, „das beinhaltet etwa Aufbauarbeiten, die Eispräparation, Securities und natürlich auch die Gastronomie.“

Wiener Köstlichkeiten und Streetfood

Für die OrganisatorInnen sollen die BesucherInnen aber nicht nur während des Eislaufens ins Genießen kommen, sondern auch abseits des glatten Parketts. Neben altbewährter Wiener Küche, herzhaften Winterspeisen und süßen Köstlichkeiten wird heuer erstmals ein Schwerpunkt auf das momentan extrem angesagte Streetfood gelegt. Olbertz dazu: „Wir hatten bei den letzten Eistraum-Veranstaltungen bereits verschiedene Innovationsstände, die wahnsinnig gut angekommen sind.

Da haben wir uns gedacht, da packen wir noch einen drauf und bieten 2016 auch Streetfood an.“ Das gastronomische Konzept soll damit nicht nur hungrige EisläuferInnen anlocken, sondern auch Lunch- und Afterworkgäste. So breit gefächert wie das kulinarische Angebot ist auch die Zielgruppe des Eistraums. TouristInnen sind ebenso willkommen wie alle Eislauf-affinen WienerInnen, Familien und Kinder. Für letztere gibt es überdies ermäßigte Tickets sowie gratis zu benutzende Übungsflächen.

Nachbereitung eines Eislaufevents

Sobald der Eistraum dem wärmer werdenden Wetter weichen muss, ziehen die eventverantwortlichen Bilanz. Die Nachbereitung eines solchen Events nimmt zwar weniger Zeit als die Vorbereitung in Anspruch, ist aber dennoch wichtig, wie auch Olbertz weiß: „Es wird natürlich geschaut, wie viele BesucherInnen da waren und was ihnen besonders gut gefallen hat. Oder etwa wie Neuerungen angekommen sind und wie die Presse das alles aufgenommen hat.“

Wenn Olbertz vom Eistraum spricht, dann gerät sie gerne ins Schwärmen: „Es ist das schönste Wintermärchen in einer Hauptstadt, auf jeden Fall in Europa, wenn nicht sogar fast weltweit.“ Die Eisfläche des Wiener Eistraums ist immerhin wesentlich größer als jene im berühmten New Yorker Central Park. „Mit dem wunderschönen, hell erleuchteten Rathaus und dem Park haben wir eine Kulisse, die quasi konkurrenzfrei ist!“