Events sind immer Image-Angelegenheiten

Ob privat oder beruflich – es muss alles funktionieren, um ein gutes Bild abzugeben. „Das beginnt bei der richtigen Lichttechnik, geht über hohe Sprachverständlichkeit und hört noch lange nicht damit auf, dass ein Film in bester Qualität abgespielt wird“, spricht der Veranstaltungstechnik-Fachmann aus jahrelanger Erfahrung.

Dabei liegen seit einigen Jahren LED-Techniken im Trend, sowohl bei Schweinwerfern als auch bei Displays. „Der ‚Grüne Gedanke‘ wird immer wichtiger, durch die LED-Technik ist er machbar und leistbar geworden“, berichtet Wessely. Für die nähere Zukunft sieht er die verschiedenen Bereiche der Veranstaltungstechnik immer weiter zusammenwachsen.

Technische Innovationen: ein Quantensprung bei der Eventplanung

Dabei hilft unter anderem „Pandoras Box“, im Prinzip ein Multimedia-Server, der es gestattet, vor Ort Licht, mehrspurigen Ton und Video zu kombinieren und zusammenzustellen: „Das verkürzt die Vorbereitungszeit enorm“, ist Wessely vom technischen Fortschritt begeistert. Auch die sogenannten G-Lecs bedeuten einen Quantensprung. Es handelt sich um 1x1 Meter-Würfel, die in beliebiger Form kombiniert werden können. So kann man sie beispielsweise zu großen Flächen formen und durch die LED- Technologie mit Inhalten füllen.

Technisches Wissen gepaart mit Kreativität und state-of-the-art Technik lässt so Wunderwelten entstehen.

Stoffe für Events sind stark im Kommen

Auch Andreas Paller konstatiert der Event-Branche starke Veränderungen in den letzten Jahren: „Früher war es ein bisschen wie im Theater. Es gab eine Bühne und einen Zuschauerraum, und das war der Event“. Heute sei das stark verändert worden.

Die vielen Trends und Innovationen haben dazu geführt, dass nunmehr die gesamte Veranstaltung zur Showbühne wurde - der Besucher wird zum Protagonisten. Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf das verwendete Material.

„Stoffprojektionen werden immer mehr gefragt“, erzählt Paller. Vielfach wolle der Kunde keine Kunststoffe. Der Trend zu Mottoveranstaltungen ist für den Textilexperten nicht verwunderlich. Weltweit kommen neue Ideen auf unterschiedlichen Messen zustande, die Branche vernetzt sich.

Besonders in Las Vegas tut sich viel, so Paller. „Dort kann man viel sehen, was sich in Europa später zum Trend entwickelt. Damit ändern sich auch die Textilien – aber Stoff kann sehr viel“. Hell, dunkel, bunt und vielfältig – Stoffe sind ein einfaches Mittel, aus dem sich viel machen lässt. Dazu kommt noch die Flexibilität des Materials.

Stoff lässt sich leicht und ohne bleibende Beeinträchtigungen verformen, darüber hinaus ist es je nach Bedarf an sein Umfeld anpassbar. So sind etwa für Theaterprojekte Verdunkelungsanlagen auf speziellen Vorhangschienen mit integriertem E-Motor direkt einsetzbar. Die Vorhangteile werden ohne Zugseil mittels Treibrad nahezu lautlos bewegt. Somit lässt sich der Veranstaltungsraum innerhalb kurzer Zeit per Knopfdruck komplett verdunkeln und wieder öffnen.

Genussvolles Essen fördert die Kommunikation

Viel machbar ist auch in der Gastronomie. Die Speisenpalette ist sehr breit, Trends kommen und gehen. Während in den vergangenen Jahren die Molekularküche der letzte Schrei war, hat sich der Kundengeschmack stark in Richtung Bodenständigkeit gedreht, erzählt Caterer Christian Chytil: „Regional und Bio sind stark in den Vordergrund gerückt. Die Kunden wollen kein Convenience Food mehr“. 

Beim Event selbst heißt das Konzept heute flying dinner. Darunter versteht man kleine Teller mit Speisen, die durchserviert werden. „Der Gast kann kommunizieren, networken und gleichzeitig genießen, ohne dass er seinen Platz verlassen muss“, erläutert Chytil. Ergänzt wird in manchen Fällen durch ausgewählte frische Speisen vom Buffet.

Immer mehr Kunden wollen ihr Event als „Green Meeting“-zertifizert wissen.

„Green Meeting ist der Versuch, die klimaneutrale Veranstaltung zu schaffen“, beschreibt Chytil. Ein erfahrener Caterer berät den Kunden und erarbeitet mit ihm ein Konzept. „Grün wird oft mit teuer verbunden, das muss aber gar nicht sein“, erklärt der Experte. Diese Erkenntnis setzt sich auch immer mehr durch und immer mehr Kunden fragen aktiv nach „Green Meetings“.