Schon seit Jahrhunderten präsentieren Menschen ihre Waren auf Messen. Die Geschichte von Messen ist alt, aber keineswegs altmodisch – ganz im Gegenteil. Denn auch heute geht das Messe-Konzept auf. So kann man sich einerseits einen guten Überblick über den Markt verschaffen und andererseits potenzielle neue KundInnen akquirieren. Der Vertriebskanal Messe funktioniert – aber nur dann, wenn Unternehmen ihren Auftritt an das jeweilige Publikum anpassen.

Dazu zählen unter anderem Design und Gestaltung des Standes. Unabhängig davon ist aber nach wie vor das persönliche Gespräch einer der wichtigste Gründe für eine erfolgreiche Messe. Für viele Unternehmen ist der direkte Kundenkontakt auch das eigentliche Ziel, das mit dem Messeauftritt verfolgt werden soll. Dabei geht es aber nicht nur um den Aufbau von neuen, sondern auch um die Vertiefung von bereits bestehenden Kundenbeziehungen.

In kurzer Zeit ein Bild

Um NeukundInnen zu gewinnen und gleichzeitig StammkundInnen zu binden, setzen Unternehmen teilweise sogar auf ein Minimum an Produktpräsentation und auf ein Maximum an Wohlbefinden am Stand. Das kann sowohl für das Design oder Lichtstimmungen als auch für die Schaffung von entspannenden Loungezonen gelten. Letzeres hilft logischerweise auch, die Verweildauer am Stand zu verlängern.

Welche Ausrichtung auch immer verfolgt wird, eines muss ein Messeauftritt auf jeden Fall können: die Aufmerksamkeit des Besuchers erregen. Wer alle Blicke auf sich lenken möchte, ist gut beraten, sich selbst zu inszenieren. Schließlich geht es bei einer Messe ja gerade darum, dass sich potenzielle KundInnen in einer relativ kurzen Zeitspanne ein gutes Bild über das Unternehmen bzw. über dessen Produkte macht.

Wer aber auf ein komplett überladenes Design setzt, reiht sich oftmals in den Informationsoverload ein, den viele BesucherInnen ohnehin auf einer Messe verspüren.

Ort für Trendsetter

Wie genau die eigene Markenpräsentation und das Storytelling nun gestaltet werden, hängt klarerweise auch von der Unternehmensphilosophie selbst ab. Oftmals macht es deutlich mehr Sinn, sich auf einige Schwerpunkte zu konzentrieren – weniger ist bekanntlich manchmal mehr. Neben dem Aufbau oder der Vertiefung von Kundenkontakten werden Messen auch gern zur Vorstellung von Produktneuheiten genutzt.

Die Fokussierung auf Highlights folgt auch der Logik von MessebesucherInnen. In der Fülle von Informationen können so auf einem Blick, mit wenigen Worten und in kurzer Zeit die wichtigsten Neuerungen und Trendprodukte erfasst und gefiltert werden. Effektivität ist auch in der Bündelung von Kundenkontakten gefragt. Dass das natürlich Zeit und Kosten für den Vertrieb spart, liegt auf der Hand.

Denn gerade bei Leitmessen kann der Vertrieb seine Stärken und Qualitäten direkt am Stand präsentieren und muss nicht tatsächlich vor Ort im jeweiligen Land von KundIn zu KundIn pendeln. Und so sind selbst heutige moderne Messen ihrem jahrhundertelangen Sinn als Handels-, Kommunikations- und Begegnungsort treu geblieben.