Ein Vorteil des eigenen Onlineshops liegt klar auf der Hand: das eigene Unternehmen hat rund um die Uhr geöffnet. Ohne zusätzliches Personal können Produkte verkauft und KundInnen gewonnen werden. Aus dieser Sichtweise macht ein eigener Onlineshop als zusätzlicher Absatzkanal in jedem Fall Sinn. Doch dessen Aufbau erfordert auch Ressourcen. Ohne entsprechenden Einsatz von Zeit, Know-how und Geld kann aus dem angestrebten zusätzlichen Absatzkanal rasch ein Verlustgeschäft werden.

Welches Shop-System passt?

Das Angebot an Onlineshop-Systemen ist groß. Neben verschiedenen Open-Source-Systemen gibt es auch fertige Baukastenlösungen und Rundumpakete á la Alles-aus-einer-Hand. Für jeden Onlineshop gibt es besser und schlechter geeignete Shop-Systeme, den Alleskönner gibt es leider nicht. Als ShopgründerIn ist es daher im Vorfeld wichtig zu wissen, was man tatsächlich benötigt und wie der Shop aufgebaut sein soll.

Shop-Baukastensysteme sind in der Anschaffung zwar meist sehr günstig, allerdings kommen noch Kosten etwa für Grafik oder Suchmaschinenoptimierung hinzu. Billige Baukastensysteme zeigen zudem oft Schwächen, etwa bei der Individualisierbarkeit oder Bedienbarkeit, was die Wettbewerbsfähigkeit eines Onlineshops stark einschränkt.

Open-Source-Lösungen sind in der Basisversion oft kostenlos, zwingend nötige Anpassungen von Agenturen, ohne die der Onlineshop nicht vernünftig funktionieren wird, erweisen sich aber als kostenintensiv. Shop-Systeme, die auf die individuellen Anforderungen eines Unternehmens abgestimmt sind, erweisen sich als sinnvollste Variante.

Dafür müssen aber von vornherein die entsprechenden Ressourcen bedacht werden, denn ein erfolgreicher Onlineshop benötigt sowohl Zeit als auch finanzielle Mittel.

Ladezeiten kurz halten

Für einen erfolgreichen Onlineshop sind kurze Ladezeiten enorm wichtig. Sie sorgen nicht nur dafür, dass weniger BesucherInnen abspringen, auch Suchmaschinen bevorzugen schnelle Websites gegenüber langsamen. Um festzustellen, ob die eigene Onlineshop-Site zufriedenstellend geladen wird, können Tools verwendet werden, die über entsprechende Erfahrungswerte und Benchmarks verfügen.

Die optimale Ladezeit für den vollständigen Seitenaufbau liegt zwischen einer und vier Sekunden und hängt zu großen Teilen vom Server ab. Verringerte und verkürzte HTTP-Requests sowie der Verzicht auf externe Quellen wie CSS-Sheets oder Bilder können dabei helfen, die Ladezeiten zu verkürzen.

Aus BesucherInnen KundInnen machen

Viele BesucherInnen auf der Onlineshop-Site zu haben, bedeutet nicht automatisch, viele Bestellungen, Downloads oder Anfragen zu bekommen. Um aus möglichst vielen BesucherInnen auch KundInnen zu machen, kommt die Conversion-Rate-Optimierung ins Spiel. Diese beschreibt das Zahlenverhältnis der BesucherInnen einer Website zu den stattfindenden Conversions, also konkreten Handlungen der Website-BesucherInnen.

Das können neben einem Einkauf im Onlineshop auch eine Newsletter-Anmeldung, ein Download oder das Ausfüllen eines Kontaktformulars sein. Die Conversion Rate lässt sich mit der Anzahl der Conversions mal hundert durch die Anzahl der Website-BesucherInnen berechnen. Im E-Commerce-Bereich kann von einer durchschnittlichen Conversion Rate von einem Prozent ausgegangen werden.

Wie optimiert man die Conversion Rate?

Um mehr Website-BesucherInnen zu konkreten Handlungen zu animieren und in KundInnen zu verwandeln, können verschiedene Maßnahmen gesetzt werden. Dazu zählt das A/B-Testing, bei dem zwei verschiedene Versionen einer Website und deren Conversion Rates getestet werden.

Für die Optimierung der Conversion Rate werden die grundlegenden Faktoren der Homepage wie etwa Gestaltung, Nutzerführung, konzeptionelle und inhaltliche Ausrichtung überprüft und auf Schwachstellen untersucht. Optimierungspotenzial bieten oft die Vereinfachung des Bestellvorgangs, die Verbesserung der Usability, speziell bei der Produktsuche und Clustering-Funktionen sowie die inhaltliche Gestaltung oder das Layout.

Bei Letztgenanntem sind vor allem Faktoren wie Farbgebung oder Bildauswahl entscheidend, da sie großen Einfluss auf das Nutzungsverhalten haben. Nur wer seine Conversion Rate steigert, wird es langfristig schaffen, systematisch aus BesucherInnen KundInnen zu gewinnen und bereits bestehende KundInnen als zufriedene StammkundInnen zu behalten.

Nutzerfreundliche Kaufabwicklung

Eine schnelle und unkomplizierte Zahlungsabwicklung wirkt sich maßgeblich auf die Kaufrate aus. Durch eine schnelle Bezahlmöglichkeit wird dem Kunden deutlich weniger Zeit gelassen um nochmals über den Kauf nachzudenken, außerdem schrecken komplizierte Zahlungsverfahren den potentiellen Käufer grundsätzlich ab.

Das passende Zahlungsverfahren ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Online-Handel, denn eine langwierige Zahlungsabwicklung zählt zu den häufigsten Ursachen für einen Abbruch von Online-Käufen. Abschließend ist es wichtig, dass die Zahlung schnell und unkompliziert von statten geht, ansonsten waren die vorangehenden Mühen eine Kaufentscheidung herbeizuführen umsonst.

E Commerce Facts