Jeder weiß, was Digitalisierung bedeutet: Sie bedeutet, dass man keine Schreibmaschine, Briefkuverts und Poststempel mehr braucht, um einem Kollegen etwas schreiben zu können, sondern dass das auch vom Smartphone am Flughafengate in Hongkong möglich ist. Die sogenannte Digitale Revolution hat unsere Welt bereits verändert, traditionelle Berufsbilder aufgebrochen und neue geschaffen – und sie bietet vor allem für kleinere Betriebe große Chancen.

Und was dann?

Diese Frage stellen sich viele. Zwar wissen viele KMU um ihren Vorteil, flexibler zu sein – nur wie umsetzen? Mittelständische Unternehmen sind oft innovativer als große, aber auch traditionsbewusst, zeigen Studien. Daraus folgt eine gewisse Reserviertheit dagegen, sich zu schnell zu entwickeln. Was oft gut sein kann, weil man dadurch Risiken vermeidet, ist in einer schnellen Zeit wie der unsrigen selbst ein gewisses Risiko – man könnte wichtige Trends verschlafen.

Klar wie Glasfaser

Ein Allheilmittel gibt es nicht. Als wichtiger Tipp kann aber jedenfalls mitgegeben werden, Digitalisierung nicht als Aufgabe der IT-Abteilung zu sehen, so wie der Außenauftritt nicht nur der PR- und Marketingabteilung obliegt. Beides sind Themen, die vom gesamten Unternehmen getragen werden müssen. Es sind strategische Kernfragen, ihre Umsetzung beginnt bei den Eigentümern und der Geschäftsführung.

Wer fragt, ob er sein Unternehmen digitalisieren soll, hat schon verloren. Die Digitalisierung ist ein Faktum, keine Option. Der Mittelstand ist integrativer Bestandteil der Digitalen Revolution und muss die Antwort darauf finden, wie das Unternehmen langfristig überlebensfähig bleibt.

Vorbei sind die Zeiten, als man als junger Mensch eine Ausbildung machte und damit bis zur Pension arbeitete. Wer im Rennen um den Erfolg dabei sein will, muss sich laufend fortbilden, um mitdenken zu können. Dann erst wird die Digitalisierung als ganzheitlicher Prozess mit all seinen Vor- und Nachteilen durchblickt – und für das Unternehmen optimal nutzbar.