Wasser ist Leben, heißt es. Das stimmt: Sauberes Trinkwasser ist ein überaus kostbares und vor allem lebensnotwendiges Gut. Die ÖsterreicherInnen können sich glücklich schätzen, denn im Vergleich zu vielen anderen Ländern wird hierzulande der gesamte Trinkwasserbedarf aus geschütztem Grundwasservorkommen gedeckt. Eine gute Wasserqualität gepaart mit einer umfassenden Überwachung garantiert die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem Trinkwasser.

Der größte Teil des Wasserverbrauchs entfällt in Österreich auf Gewerbe und Industrie: Sie verbrauchen gemeinsam 56 Prozent des zur Verfügung stehenden Wassers. Die Trinkwasserversorgung der Haushalte macht rund 39 Prozent aus, die Bewässerung in der Landwirtschaft liegt bei rund fünf Prozent.

130 Liter pro Tag

Jeder Österreicher verbraucht rund 130 Liter Wasser pro Tag. Durchschnittlich rund 0,8 Prozent des Haushaltseinkommens entfallen auf die Wasserversorgung. Der Süßwasserverbrauch nimmt in Österreich sogar tendenziell ab, weil moderne Haushaltsgeräte und Sanitäranlagen mit weniger Wasser als früher auskommen. Trotzdem ist es wichtig, das kostbare Gut bedacht einzusetzen.

1,4 Millionen Haushaltsanschlüsse

Ein kleiner Teil der heimischen Haushalte, rund zehn Prozent, verfügt über einen eigenen Hausbrunnen oder eine Quelle und ist nicht auf die öffentliche Wasserversorgung angewiesen. Dafür, dass die restlichen Haushalte zuverlässig sicheres und sauberes Wasser erhalten, sind die jeweiligen Gemeinden zuständig.

In Österreich gibt es rund 1,4 Millionen Haushaltsanschlüsse, die mit Wasser versorgt werden. Die dafür nötigen öffentlichen Wasserleitungsnetze werden in der Regel von der Gemeinde selber oder von einem Wasserverband betrieben. Sie haben bundesweit eine Länge von mehr als 77.000 Kilometern. Insgesamt sind rund 3.000 Personen in der Wasserversorgung tätig. Sie werden von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unterstützt.