Damit trägt das FM, als wesentlicher Unterstützer des Kerngeschäftes, zum Unternehmenserfolg bei. Unternehmen sind ständig gefordert, sich für die Zukunft optimal aufzustellen. Damit rückt die professionelle Bewirtschaftung der Immobilien verstärkt in den Fokus der strategischen Managementebene und es gewinnt auch das Thema der Nachhaltigkeit mit seinen Teilbereichen der ökonomischen, der ökologischen und der sozialen Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung für die Betriebs- und Nutzungsphase von Immobilien. Die Nachhaltigkeit im Facility Management (FM) ist einer der Mega Trends, wie sie das Copenhagen Institute for Future Studies (CIFS) aufgezeigt hat. Die Steigerung der Nachhaltigkeit und der Lebenszyklusorientierung im FM spielt eine zentrale Rolle in der Immobilienwirtschaft und gehört in jedem Fall zu jenen Themen, mit welchen sich die Facility Management Austria (FMA) - das Netzwerk für Facility Management in Österreich intensiv beschäftigt.

Der ganzheitliche Ansatz

Insbesondere die Nachhaltigkeit in der Planung und Errichtung (zB Entscheidungen über Materialien und Bauteile) setzt sich immer mehr durch, wodurch auch der Fokus auf das FM bereits in diesen Projektphasen gelenkt wird. Mit dem Beginn der Nutzung eines Gebäudes zeigt sich, ob die Erwartungshaltungen und Zielsetzungen die bei der Konzeption, Planung und Errichtung gestellt wurden, auch erfüllt werden. Hier ist neben der Erreichung der ökonomischen Ziele insbesondere auch die Nutzerzufriedenheit, die über unterschiedliche Einflussfaktoren gesteuert wird, ein zentrales Thema.

„FM mit dem ganzheitlichen Blick auf den Lebenszyklus von Immobilien ist bestens geeignet, Nachhaltigkeit nicht nur punktuell zu schaffen, sondern langfristig sicher zu stellen.“

Es darf hier der zunehmende Blick der Nutzer auf die ökologischen Themen der Nachhaltigkeit und der Anspruch an das Wohlfühlen  (sog. „Well-Being“) in Räumen bzw. Gebäuden und die Qualität des eigenen Arbeitsumfeldes nicht unterschätzt werden, da Mitarbeiter, die sich in Unternehmen und deren Immobilien wohlfühlen, seltener krank werden und höchste Leistungen erbringen. Das geänderte Arbeitsumfeld (zB Digitalisierung der Arbeitswelt) und Flexibilisierung der Arbeitszeiten, stellt aber auch für das FM große Herausforderungen dar. Hier gibt es national und international einen verstärkten Trend zur Schaffung neuer offener  Bürostrukturen, die die Kommunikation untereinander verstärken und auf die geänderten Arbeitsformen (z.B. Desk-Sharing) reagieren.

FM als ganzheitlicher Ansatz erfordert natürlich auch eine kontinuierliche Prüfung der Leistungserbringung (Eigen- versus Fremdleistung) sowie des Leistungsumfanges aber auch die Verbesserung von Prozessen. Hier gibt es auch eine vermehrte Tendenz zur Bündelung von FM-Dienstleistungen im Sinne von gemeinsamer Vergabe der technischen und infrastrukturellen Gebäudemanagementleistungen. Der Vorteil für den Auftraggeber liegt darin, dass er einerseits einen FM-Dienstleister mit einer Verantwortlichkeit für alle seine ausgelagerten Dienstleistungen in und um das Gebäude hat und andererseits durch Leistungssynergien auch ökonomische Vorteile lukrieren kann.

FM Dienstleistungen aus einer Hand

Dem Anspruch des Auftraggebers auf die Qualität kommt hier eine wesentliche Bedeutung zu, denn nur wenn der Auftraggeber bereit ist, auch Qualitätskriterien bereits in der Vergabe zuzulassen, ist eine Basis für einen Qualitätssicherung auch in der Leistungserbringung geschaffen. Hier hat es bei der Vergabe der FM-Dienstleistungen in den letzten Jahren doch einen Veränderungsprozess bei den Auftraggebern in ihrer Zielsetzung gegeben, da sie erkannt haben, dass das Streben nach einem immer günstigeren Preis doch negative Auswirkung in der Werterhaltung der Gebäude und Nutzerzufriedenheit hat. Dieser Paradigmenwechsel in der vergaberechtlichen Ausrichtung, führt zu einer WIN/WIN-Situation für alle Beteiligten.

Die FMA und  IFMA Austria haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Facility Management in Österreich zu fördern und zu verbreiten. Mit dem am 23.9.2015 abgehaltenen FM-Day 2015 wurde ein wesentlicher Betrag zum Erfahrungsaustausch und Wissensgewinn geleistet. Gemäß dem Motto der Veranstaltung „Vertrauen schaffen. Gemeinsam erfolgreich sein.“ wurde bei interessanten Vorträgen und Podiumsdiskussionen gezeigt, dass gegenseitige Wertschätzung und die klassische Handschlagqualität, auch im Geschäftsleben eine wesentliche Basis darstellen.