Was noch viel zu wenig bekannt ist:

  • Holz wächst in Österreichs Wäldern laufend nach, jede Sekunde ein Holzwürfel mit einer Seitenlänge von einem Meter. Es wächst mehr zu als geerntet wird.
  • Die Waldfläche in Österreich nimmt ebenfalls zu. Ein strenges Forstgesetz, das die Walderhaltung in den Mittelpunkt stellt, und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung machen dies möglich.
  • Holz bindet das klimaschädliche Gas Kohlendioxyd (CO2), das hauptsächlich durch die Verbrennung von Erdöl und Kohle entsteht. Die Verwendung von Holz ist damit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. In einem Kubikmeter Holz ist eine Tonne CO2 gebunden.
  • Holz kennt keinen Abfall; alle Teile aus der Holzverarbeitung können verbrannt und daraus Energie gewonnen werden.

Ökofabrik Wald

Jeder Baum entzieht beim Wachstum CO2 aus der Atmosphäre und wandelt es mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasser in kohlenstoffhaltige Substanzen um. Dieser Prozess wird Photosynthese genannt. Der Kohlenstoff dient dem organischen Aufbau des Baumes und ist somit im Holz gespeichert.

Die einzigen „Abfallprodukte“ bei der Produktion von Holz sind Sauerstoff und Wasserdampf, die wieder an die Umgebung abgegeben werden. Der Wald bindet durch das Wachstum der Bäume laufend große Mengen des Treibhausgases CO2, er hat aber nur ein begrenztes CO2-Speichervermögen.

Holzverwendung ist Klimaschutz

Wenn der Wald nicht bewirtschaftet wird, bricht dieser irgendwann auf natürliche Weise zusammen und das Holz verrottet. Urwald eben. Dabei wird das gespeicherte CO2 jedoch wieder in die Atmosphäre freigesetzt. Ein Beitrag zum Klimaschutz ist es aber, stattdessen den Baum und sein Holz sinnvoll zu nutzen.

In den Produkten wie z.B. Holzhäusern bleibt das CO2 so lange gespeichert, bis diese am Ende ihres Lebenszyklus wiederverwertet oder zur Energiegewinnung verbrannt werden.

 

Gleichzeitig können an der Stelle, wo der Baum stand, neue Bäume wachsen und zusätzliches CO2 binden. Darüber hinaus steigert sich dieser Effekt dadurch, dass energie- und CO2-intensive Baumaterialien sowie fossile Energieträger durch Holz ersetzt werden.

Eine verstärkte Holzverwendung schafft daher für jeden von uns die Möglichkeit, einen wesentlichen Beitrag zu einer CO2-armen Wirtschaft und zum Klimaschutz zu leisten.

Gemeinsam ist die Devise

Mit der in Österreich seit Jahrhunderten gelebten verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung und einer gezielten Holzverwendung sind somit große Potenziale für den Klimaschutz verbunden. Zur Waldbewirtschaftung gehört jedoch mehr als nur die Motorsäge zu starten und Bäume zu fällen. Der Wald ist ein komplexes Ökosystem, wo man in die Zukunft schauen und Zusammenhänge erkennen muss. Bäume, die jetzt gepflanzt werden, können frühestens durch die Enkelkinder geerntet werden.

Um die richtigen Entscheidungen treffen zu können, ist umfangreiches Fachwissen erforderlich. So wäre vor allem unter Berücksichtigung des Klimawandels z.B. die Baumart Douglasie eine wunderbare Alternative zur Fichte. Die rechtzeitige Durchforstung von Jungbeständen ist eine wichtige Maßnahme, um die Wälder fitter gegen Stürme und Borkenkäfer zu machen.

Die Waldarbeit ist gefährlich - eine vollständige Schutzbekleidung und funktionstüchtige Forstmaschinen für die Waldarbeit sind daher Voraussetzung.

Kompetente Ansprechpartner

Nicht jeder, der einen Wald besitzt, muss auch von der Holznutzung sein Einkommen erwirtschaften. Daher fehlen häufig vor allem die Maschinen für die Waldpflege und die Holzernte. Dafür stehen kompetente Partner zur Verfügung: Die Landwirtschaftskammern sowie Waldverbände unterstützen alle Waldbesitzer.

Gemeinsam besteht so die Möglichkeit, völlig abgestimmt auf den individuellen Bedarf von der Beratung bis hin zur „all inclusive“ Waldbetreuung den österreichischen Wald klimafit zu machen.