„Geht uns aus der Sonne“, forderte vor einigen Jahren ein österreichischer EU-Abgeordneter in einer Grundsatzrede. Die Botschaft dahinter war eindeutig – um unsere Energieversorgung für die Zukunft sicher, gleichzeitig aber auch umweltfreundlich gestalten zu können, haben wir keine andere Wahl, als künftig noch stärker als bisher den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben.

Im Bereich Wasserkraft ist Österreich seit vielen Jahrzehnten auf einem guten Weg. Was lag näher, als auch andere natürliche Ressourcen zu nützen, die im Überfluss vorhanden sind? Vor allem dann, wenn sie einen entscheidenden Vorteil haben – im Unterschied zu fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl oder Gas werden sie durch Nutzung nicht weniger. Eine dieser Ressourcen erfreut uns in den nun endlich frühlingshafteren Tagen ohnehin mit Licht und Wärme – die Rede ist eben von der Sonne.

Schon die alten Ägypter wussten um die Macht der Sonne. Nicht umsonst war der Sonnengott Ra gleichzeitig auch der höchste ihrer Götter. Sonnengötter in der nordischen und römischen Mythologie heißen „Sol“ – was schon vom Klang her stark an Worte wie „solar“ erinnert.

Als Solarenergie bezeichnet man heute die Energie der Sonnenstrahlung. Sie ist als Strom, Wärme oder chemische Energie technisch nutzbar. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen zwei für den Endkonsumenten bedeutsame Begriffe: die Solarthermie und die Photovoltaik.

Als Photovoltaik bezeichnet man die direkte Umwandlung der Energie des Sonnenlichtes in elektrischen Strom. Dazu verwendet man Solarzellen, technische Anlagen, die aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein können. Man kann sie mittlerweile immer häufiger entdecken, ihr Anblick etwa auf Hausdächern wird zunehmend zur Gewohnheit.

Die daraus oft abgeleitete Annahme, es handle sich um eine junge Technologie, ist aber unzutreffend. Zwar ist es richtig, dass die Verbreitung von Solarzellen in der Landschaft eine recht neue Sache ist, aber sie wird bereits seit 1958 in der Raumfahrt genutzt. Was für eine Raumstation Energie produziert, funktioniert natürlich auch bei Einfamilienhäusern, bei Parkscheinautomaten oder in Taschenrechnern.

Solarthermie hingegen gewinnt aus Sonnenenergie Wärme, die dann zur Raumheizung und der Warmwasserbereitung dient. Für den laienhaften Anwender ist der Unterschied manchmal nicht auf den ersten Blick erkennbar – das muss er auch nicht sein, denn dafür gibt es Fachleute, die genau beraten können.

Dank der modernen Entwicklungen – Stichworte wie Digitalisierung oder Smart Grids sind hier zu nennen – sind insbesondere Photovoltaikanlagen heute sowohl für private Haushalte als auch für gewerbliche Nutzer leistbar und vor allem rentabel geworden.

Moderne Dienstleister bieten Rund-um-Service, von der Installation bis hin zur Wartung. Sowohl bei Wohnhäusern als auch bei Bürogebäuden sind die Energiekosten so deutlich senkbar, wir sprechen von zweistelligen Prozentsätzen. Der Rat ist somit eindeutig: Leute, geht in die Sonne!