Das Gebäude der Zukunft ist kein lebloser starrer Bau – vielmehr sind Wohnhäuser und Arbeitsräume bald hochtechnisierte Gebäude, die mithilfe von zahlreichen Softwareprogrammen eigenständig Entscheidungen fällen, um in der jeweiligen Situation die beste Lösung für einen reibungslosen und möglichst effizienten Gebäudebetrieb zu finden. Das moderne Gebäudemanagement bekommt es immer häufiger mit „Smart Buildings“ zu tun.

Damit steigen auch die Anforderungen an den menschlichen Verwalter: Der klassische Hausmeister weicht dem EDV-versierten Facility Manager. Statt Kehrblech und Werkzeugkasten werden nun Tastatur und Tablet zum Berufswerkzeug. Schließlich erledigen die einzelnen Aufgaben bald Programme von allein. Dem Facility Manager fällt dagegen die komplexe Aufgabe zu, den Laden im virtuellen Raum zusammenzuhalten.

Intelligente Sensoren

Durch solche digitalen Dienste wird etwa die Bewegung der Menschen optimiert, indem durch eine ständige Analyse der Wege im Betrieb Leitsysteme und Beförderungsmittel so bedient und angeordnet werden, dass es zu keinen Stauungen kommt und jeder Mitarbeiter schnellstmöglich von A nach B gelangt.

Auch die Steuerung des Energieverbrauchs wird zunehmend von smarten Systemen erledigt. Sensoren messen den Sonnenstand und die Frequentierung einzelner Räume und regulieren davon ausgehend die Helligkeit der Beleuchtung oder die Klimatisierung im jeweiligen Zimmer. Viele solcher Methoden sind bereits im Einsatz oder werden noch im Feldversuch erprobt.

Fusion der Lösungen

Die Anzahl dieser Lösungen ist bereits jetzt schon sehr groß, deren Anwendungsgebiete sind zahlreich. Deshalb zeigt sich mehr und mehr, dass eine schrittweise Implementierung dieser Mittel langfristig Probleme schafft, da solche Softwarekomponenten immer wieder neu synchronisiert werden müssen. Es ist sinnvoller, schon zu Beginn einen ganzheitlichen Ansatz zu wählen, der bereits im Vorhinein alle Aspekte des Gebäudemanagements verknüpft.

So soll es auch möglich werden, die Steuerung der einzelnen Komponenten in einem einzelnen Tool zu vereinen. Das brächte für den Facility Manager einen enormen Vorteil: Er muss nicht mehr ständig im Gebäude zugegen sein, um das Funktionieren der Software zu überwachen, sondern könnte das dann auch von außerhalb erledigen.