Leistbarer Urlaub – das ist das Motto der adeoAlpin-Hotels, die Rainer Schönfelder gemeinsam mit seinem ehemaligen Skisportkollegen Hermann Maier seit Januar dieses Jahres führt. Im Lungauer Zederhaus und im Tiroler St. Johann initiieren die beiden ein Hotel-Konzept, das sich nicht zuletzt auch von den Jahren im internationalen Skizirkus nährt, wie Schönfelder erläutert: „Ich habe viele Jahre im Skisport verbracht und dabei die unterschiedlichsten Gebiete, Liftanlagen, Tourismusverbände und Hotels kennengelernt.“

Aufgrund dieser Erfahrungen wissen Schönfelder und Maier, was man als Gast wirklich braucht und auf was man getrost verzichten kann. „Wir haben keinen Concierge oder Roomservice. Wir möchten schlank und rank bleiben! Aber es ist alles vorhanden, was ein Gast im Urlaub so braucht“, erklärt Schönfelder. Ganz ohne Schnickschnack und trotzdem qualitätsvoll urlauben, lautet also die Devise.

Ausgeklügelt und durchdacht

Als aktive Skisportler haben die beiden weltweit in vielen Unterkünften übernachtet. Heute können sie in ihren eigenen Hotels nächtigen – und frühstücken. „Wir haben gesehen, dass es einerseits immer weniger Frühstückspensionen im alpinen Raum gibt und andererseits gerade der Winterurlaub und das Skifahren immer mehr zur Preisfrage werden. Deshalb kamen wir auf die Idee, etwas Preiswertes anzubieten“, begründet Schönfelder das Hotelkonzept.Für den Hotelneubau wurde jedes Detail bereits im Vorfeld genauestens überlegt.

Effizienz für die tägliche Reinigung wurde bei der Wahl der Oberflächen ebenso durchdacht wie die Haltbarkeit der Einrichtung. „Haltbarkeit geht vor Optik! Denn es ist natürlich schon eine Frage, ob ich den Betrieb nach ein paar Jahren wieder renovieren muss oder nicht. Das macht schon sehr viel aus!“, weiß Schönfelder. Die Hotels haben das ganze Jahr über geöffnet, so können Gäste auch im Sommer preiswert urlauben. Ob Jung oder Alt, Kurz- oder Familienurlauber – die Zielgruppe haben Schönfelder und Maier in ihrem schlanken Konzept bewusst breit definiert. Gerade für Familien soll der Sommer-, aber auch Winterurlaub so wieder günstiger und leistbarer werden

Mit Popularität punkten

Nach seiner aktiven Karriere als Skirennläufer, ist Schönfelder im Finanz- und Investmentbereich durchgestartet. „Was mein Leben abseits des Skifahrens geprägt hat, war das Thema Urlaub. Mit dem Hotelprojekt habe ich ein wunderbares Bewegungsfeld für die Bereiche Urlaub, Immobilien und Skifahren gefunden. Ich bin Hermann wirklich dankbar, dass er sich hier auch so engagiert“, erzählt Schönfelder, der für das Hotelprojekt zunächst mit den Bürgermeistern der Region gesprochen und eine Machbarkeitsstudie durchgeführt hat. „Hermann hat mitbekommen, dass ich mich mit dieser Thematik beschäftige.

Im Endeffekt sind wir beide draufgekommen, dass wir den gleichen Zugang zum Thema Hotel haben“, so Schönfelder weiter. Zwei ehemalige Skirennstars haben sich also in der Hotellerie wiedergefunden und können dabei, gerade was das Marketing betrifft, natürlich auch auf ihre Bekanntheit setzen. „Dass zwei Sportler ein Hotelprojekt gemeinsam starten, ist schon einmal ein Novum. Natürlich ist das ein stark mediales Projekt. Und mit unserer Popularität geht da sicherlich einiges leichter“, weiß Schönfelder.

Lehren aus dem Skisport

Allein auf ihrer Bekanntheit wollen sich Maier und Schönfelder aber nicht ausruhen „Wir müssen genauso unsere Hausaufgaben machen wie jeder andere in diesem Segment  auch“, ist Schönfelder überzeugt. Ständig zu adaptieren, zu erneuern und sich den aktuellen Gegebenheiten anzupassen, ist für Schönfelder in der Hotellerie zentral und unumgänglich. „Das ist eigentlich wie beim Skifahren! Den am Buch gezeichneten Schwung gibt es beim Skifahren auch nicht. Es ist immer eine Frage, wie man mit der Realität am besten umgeht.

“Die beiden Skiasse sind von ihrem Hotelkonzept auf jeden Fall überzeugt – und auch vom Urlaubsstandort Österreich. „Wir haben zwar eine hohe Jammerquote, aber wenn man über den Tellerrand schaut, weiß man, was für ein sauberes und sicheres Land Österreich ist“, meint Schönfelder. „In Österreich können wir  richtig gut leben – und auch richtig gut urlauben! Deswegen setze ich stark auf den Urlaubsstandort Österreich. Ich war sehr viel in der Welt unterwegs, aber am schönsten ist es dann doch bei uns in Österreich!“