Speziell Wirtschaftsbereiche wie Gastronomie, Hotellerie oder Einzelhandel sind sehr stark von kleineren Unternehmen geprägt. KMU punkten in diesen Zweigen vor allem mit der Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen und setzen weniger auf Quantität. Auch sehr aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit werden für KundInnen immer wichtiger.

Ebenso spielt Tradition besonders bei kleinen Unternehmen oft eine große Rolle. Das kann aus werbe- und marketingtechnischen Gründen ein starker Pluspunkt sein, auf der anderen Seite aber auch ein Spannungsverhältnis zwischen Traditionsbewusstsein und notwendiger Innovationsbereitschaft darstellen.

Zukunftschancen durch Bereitschaft zur Innovation

Kleinere und mittlere Unternehmen zeichnen sich oft durch jahrelange enge Geschäfts- und Kundenbeziehungen aus. Zudem haben sie meist ein Netzwerk aus festen Partnern und Unterstützern mit persönlich geprägten Beziehungen aufbauen und etablieren können. Das ist grundsätzlich als großer Vorteil zu sehen, birgt aber auch Gefahren.

Und zwar dann, wenn aufgrund einer starken Fixierung auf StammkundInnen sowie bestehende betriebliche Strukturen die Bereitschaft zur Weiterentwicklung verhindert wird. Dabei sind Innovationen für jedes Unternehmen, egal welcher Größe, egal aus welchem Wirtschaftszweig, unumgänglich.

Das trifft ganz besonders auf technologische Entwicklungen wie beispielsweise die voranschreitende Digitalisierung zu, kann aber auch Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen betreffen – was gut an der Debatte rund um das Thema Registrierkassenpflicht zu sehen ist.

Auch der kontinuierliche Aufbau neuen Wissens sowie das Schaffen neuer Produkte und Dienstleistungen sind wichtige Faktoren für ein erfolgreiches Unternehmen. Kurzum, Innovationsfähigkeit ist eines der bedeutendsten Kriterien für langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Fachkräfte gewinnen und langfristig binden

In zahlreichen Wirtschaftsbranchen wird seit Jahren über anhaltenden Fachkräftemangel gesprochen. Unternehmen müssen daher einiges daran setzen, gute MitarbeiterInnen zu finden und diese auch langfristig zu halten. Gerade hier können kleinere Unternehmen oft mit besseren und schnelleren Aufstiegs- und Entwicklungschancen für neue MitarbeiterInnen punkten.

Diese werden vor allem durch die oft flacheren Hierarchien und die engere Zusammenarbeit der verschiedenen Unternehmensebenen ermöglicht. Aber nicht nur Fachkräfte, sondern auch berufliche AllrounderInnen sind in kleineren Unternehmen oft besser aufgehoben als bei großen Firmen.

Flexible Persönlichkeiten, die gern dazu bereit sind, sich spontan auf Neues einzustellen, sind gerade in Unternehmen, in denen geringe personelle Kapazitäten und kaum spezialisierte Abteilungen vorhanden sind, besonders gefragt. Weiterbildungskonzepte, die nicht nur fachliches Wissen, sondern auch persönliche und kommunikative Kompetenzen aufbauen, können dabei helfen, dass berufliche QuereinsteigerInnen in einem Unternehmen leichter Fuß fassen.