Ein Heimmarkt von etwas mehr als 8 Millionen Menschen ist klein im Vergleich mit der Zahl der möglichen KundInnen außerhalb der Landesgrenze. Für die heimischen Unternehmen war und ist der Weg über die Grenze eine logische Notwendigkeit – aktuell eine Exportquote von ca. 53 Prozent des BIP.

Dass sich Österreichs Unternehmen auf dem Weltmarkt behaupten, zeigt auch die Entwicklung der letzten Jahre: Lagen Österreichs Exporte zum Zeitpunkt des EU-Beitritts 1995 noch bei einem Volumen von vergleichsweise bescheidenen 37 Milliarden Euro, so wird die österreichische Exportwirtschaft im Jahr 2017 voraussichtlich mit ca. 140 Milliarden Euro an Exporten ein „all-time-high“ einfahren.

Export ist ein Thema nicht nur für die „Großen“

Familienunternehmen bzw. KMU bilden mit über 90 Prozent das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. In der Vergangenheit wurden diese Unternehmen auch schon mit einem Kettenhemd verglichen, dass uns aufgrund seiner Flexibilität weniger verwundbar für externe Krisen macht.

Es handelt sich hier in der Mehrheit um Unternehmen, die sich in einer starken Tradition an ihrem jeweiligen Standort sehen und daher besondere Motivation in diesen Standort, die lokale Wertschöpfung und auch die lokalen Mitarbeiter legen. In Österreich gibt es zahlreiche Unternehmen, die in Spezialbereichen weltweit an der Spitze mitmischen. Diese „Hidden Champions“, da meist der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt, punkten mit einer Fokussierung ihres Angebots und vermarkten dieses global.

Viele kleinere und jüngere Unternehmen sehen heute schon von Anfang an die Welt als ihren Markt. Diese neue Unternehmensgeneration, die „Born Globals“, sind meist Tech-Start-ups, die von Anfang an relativ schnell von Österreich aus ins Ausland drängen oder dort auch gleich einen Standort aufbauen, innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten und schnelles internationales Wachstum anstreben.

Mit den modernen Kommunikationskanälen gibt es für diese Unternehmen keine Ländergrenzen mehr. Als AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA unterstützen wir die österreichischen Firmen dabei auch als Innovations- und Trendscouts, in dem wir proaktiv neue Wege und Geschäftsideen und damit weitere Möglichkeiten der Internationalisierung aufzeigen.

Export-Hotspots von nah bis fern

Für einen österreichischen Exporteur sind naturgemäß die Nachbarmärkte ein idealer erster Schritt in das Auslandsgeschäft. Wenn sich ein Produkt im Mühlviertel verkaufen lässt, geht das vielleicht auch in Bayern und dann kommen schnell tiefergehende Überlegungen in Richtung Ausweitung des Exportgeschäftes. Ich denke hier nicht nur an Deutschland, die Schweiz oder Italien, sondern auch an Märkte wie die Slowakei, Tschechien und Slowenien.

Geht man in der Exportbilanz ins Detail, so erkennt man, dass gerade in Regionen außerhalb Europas noch viel für unsere Exporteure zu holen ist. Die Hotspots für exportorientierte Unternehmen liegen mittlerweile in Asien und Amerika. Dementsprechend liegt auch ein Schwerpunkt der österreichischen Exportförderprogramme in Übersee.

Der Schritt über Europa hinaus kann schwierig sein, aber dafür gibt es ja unser weltweites Netzwerk und die Experten der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA als Lösungsanbieter in allen Fragen der Internationalisierung.

Mit Qualität und Innovation zum weltweiten Erfolg

„Made in Austria“ ist ein Qualitätsversprechen und das mit gutem Grund. Im globalen Kampf um Marktanteile kann ein kleines Land keinen Quantitätswettbewerb und keinen reinen Preiswettkampf gewinnen, einen Wettbewerb um die beste Qualität oder das innovativste Produkt aber schon.

Dementsprechend legen wir als AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA den Fokus in unserer Arbeit nunmehr auch stärker auf das Thema Innovation. Über unser weltweites Netzwerk und die entsprechenden Kooperationsabkommen mit den Top-Universitäten der Welt bringen wir internationales Innovations- und Trendwissen proaktiv in österreichische Betriebe, damit sie neue Geschäftsmodelle, Produkte und Services entwickeln können.