Was ist Ihre Motivation, Start-ups zu fördern?

1999 habe ich CELUM gegründet. Heute sind wir europäischer Marktführer im Digital Asset Management, aber die ersten Jahre waren „learning by doing“. Wir haben Fehler gemacht, die uns Geld gekostet haben. Diese Lerneffekte wollen wir Gründern weitergeben. Sie müssen unsere Fehler nicht wiederholen. Wir wollen helfen, schneller und fokussierter zum Ziel zu kommen. Deswegen haben wir celianventures als Corporate Incubator gegründet.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Wir inkubieren Start-ups aus den Bereichen Web-, Internet of Things (IoT)- und Marketingtechnologien. Unser Ziel ist, pro Jahr zwei Start-ups aus Österreich und ein selbstinitiiertes Spin-off zu unterstützen. Wie lange wir an Bord bleiben, hängt von der konkreten Businessidee ab. Wenn sich das Angebot des Start-ups mit unserem Kernbusiness verknüpfen lässt und beide Seiten davon profitieren, ist eine langfristige Kooperation durchaus eine Option.  

Wie sehen Sie Ihre Rolle als Investor? Welche Benefits haben beide Seiten?

Wir sind kein klassischer Risikokapitalgeber. Wir verstehen uns als Corporate Incubator, der nicht nur Startkapital von bis zu 100.000 Euro je Investment, sondern auch umfassendes Mentoring und Sparring für Gründer offeriert. Wir bieten Support beim Aufbau von Marketing und Vertrieb sowie technologische Unterstützung.

In Linz stehen wir kurz vor dem Spatenstich für den Ausbau unseres Headquarters. Hier auf unserem Campus werden wir in Zukunft Start-ups gezielt Räumlichkeiten bieten. Außerdem können wir mit unserer Unternehmensgruppe Zugang zu mehr als 700 internationalen Kunden schaffen. Im Idealfall haben wir damit eine Win-win-win-Situation, in der das Start-up, unsere Kunden und wir profitieren.

Was erwarten Sie von Start-ups, die Ihnen ein Projekt vorstellen?

Wir haben einen inhaltlichen Rahmen. Das Start-up muss im Bereich Web-Technologie, IoT oder Marketing-Technologie aktiv sein. Wir legen Wert auf die geographische Nähe zu den Gründern. Ansonsten muss das Team überzeugen. Ihre Idee muss gut sein. Sie müssen den Anspruch haben, etwas zu bewegen. Und natürlich spielt, weil wir sehr eng mit den Start-ups zusammenarbeiten, die persönliche Chemie eine große Rolle.