Unternehmensgründung: Wie alles beginnt

Und plötzlich ist sie da – die zündende Idee, die den Markt über Nacht revolutioniert. Manche Gründer tragen sie über Monate im Kopf herum. Sie ist oft nicht mehr als ein erster Gedanke darüber, wie es besser gehen könnte. Eine vage Eingebung, was fehlt. Ein Erkennen eines Bedürfnisses und ein Plan, wie es gestillt werden kann.
Bis zur Umsetzung und dem Tag, an dem damit Geld verdient werden kann, ist noch viel zu tun. Nur die Idee alleine reicht nicht. Im Gegenteil, mit der Idee fängt das Unternehmertum erst an.

Stärken und Schwächen erkennen: „Wer bin ich und was kann ich?“

Eine grundlegende Frage bildet die Basis: Ist Selbstständigkeit überhaupt das Richtige für mich? Nicht jeder ist der geborene Unternehmer. Selbstverständlich kann man an sich arbeiten und lernen. Oder sich mit anderen zusammentun, die die eigenen Fähig- und Fertigkeiten ergänzen. Dafür braucht es allerdings eine ehrliche Rundum-Betrachtung des Eigen- und Fremdbilds, die vielleicht nicht immer Spaß macht, sich aber auszahlt.

Ratschläge von Freunden und Beratung von Experten. Wer seine Stärken kennt, kann diese auch gezielt für das Unternehmen und dessen Erfolg einsetzen. Denken Sie daran: Man muss nicht immer alles selbst können und machen. Aber man muss als Unternehmer Entscheidungen treffen, auch darüber, was man selbst macht und was man aus der Hand gibt.

Businessplan: „Hausaufgabe“ des Gründers

Zurück zur Idee: die muss nämlich bevor sie auf den Markt kommt, noch zu Papier. Das Um und Auf ist der rote Faden durch das ganze Projekt: der Businessplan. Es gibt vieles zu klären und zu prüfen: Rechtsform, Standort, Zielgruppe, Markt, Marketing, Team, Finanzierung und mehr. Auch hier ist professionelle Unterstützung von außen oft hilfreich und ratsam.

„ Die Gründerszene in Österreich bewegt sich und bewegt dabei etwas.“

Der Businessplan beinhaltet aber auch die Finanzen – ist also oft entscheidend bei Finanzierungs- und Fördergesprächen. Zu welchem Stundensatz bewertet man die eigene Arbeitskraft? Wieviel wird für Sozialversicherung und Steuern anfallen? Gibt es einen „Polster“ für unerwartete Ausgaben? Wie viel Umsatz sollte erwirtschaftet werden? Mit welchen Fix- und Personalkosten ist zu rechnen? Welche Investitionen müssen getätigt werden? Es macht sich bezahlt, mehrere Szenarien durchzurechnen, um auf unterschiedliche Situationen vorbereitet zu sein.

Der Businessplan ist aber mehr als nur Entscheidungsgrundlage für Investoren und Förderstellen: Er ist der Fahrplan eines Gründers oder Start-Ups durch die ersten Monate und Jahre. Er hilft bei der Planung ebenso wie bei der Kontrolle im Nachhinein. Kurz: Er ist eines der wichtigsten Instrumente für die Gründung und die Zeit danach.

In diesem Zusammenhang ist es möglich, Gründungs- und Beratungsleistungen zu beanspruchen. Neben persönlichen Hilfestellungen gibt es zahlreiche Unterlagen und Tools, die unter anderem auch elektronisch zur Verfügung stehen und Start-Ups und Jungunternehmern die ersten Schritte erleichtern.