Aufgrund der geringen Umsatzgrenze ist nahezu jeder der rund 42.000 österreichischen Gastronomiebetriebe von der Registrierkassenpflicht erfasst. Von der Umstellung waren primär kleinere Betriebe betroffen, denn ab einer gewissen Anzahl an MitarbeiterInnen ging es schon vorher – rein ablauftechnisch – nicht ohne Registrierkasse.

Chaotischer Anfang

Die gesetzliche Umsetzung der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht war von Beginn an von vielen Unklarheiten geprägt, das hat sich entsprechend auf die Stimmung in der Wirtschaft ausgewirkt. Oft gab es – bei an sich selbstverständlichen Punkten – erst im letzten Moment Zugeständnisse von Seiten des Ministeriums.

Entlegene Selbstversorgerhütten ohne Strom und Mobilfunkempfang hätten z.B. unmittelbar nach der ersten Fassung keine Erleichterung genossen und hätten praktisch keine andere Wahl gehabt, als laufend gegen die geltenden Bestimmungen zu verstoßen.

Zum Glück konnten im Zuge vieler Nachverhandlungsrunden noch zahlreiche Verbesserungen erzielt werden, die das Gesetz und die dazugehörigen Verordnungen deutlich näher an die betriebliche Realität angleichen. Eine branchenübergreifende Konsultation hätte im Vorfeld viele Probleme verhindern können. Als Vergleich: In Belgien hat dieser Prozess mehrere Jahre gedauert.

Positiver Ausblick

Auch wenn die Regierung sich selbst und der Wirtschaft durch die überhastete Umsetzung keinen Gefallen getan hat, bin ich davon überzeugt, dass die Vorteile für die Branche langfristig überwiegen werden. Ich wurde in letzter Zeit schon oft darauf angesprochen, dass beispielsweise die Abrechnung am Abend zu Betriebsschluss deutlich einfacher geworden ist. Vorteile ergeben sich auch durch effizientere Warenwirtschaft und besseres MitarbeiterInnenmanagement.

Hier geht's zum Informationsvideo des BMF "In 5 Schritten zur legalen Registrierkasse"!