Kaum ein Ausdruck versprüht so viel italienisches Lebensgefühl wie diese zwei Worte: Dolce Vita. Tausende Assoziationen, Urlaubserinnerungen und Bilder kommen uns in den Sinn, wenn wir an Italien denken. Italien, ein Land zwischen herrlichen Mittelmeerstränden und schneebedeckten Alpen, zwischen imposanten Bauwerken und antiken Stätten, zwischen eleganter Mode und ganz viel gutem Essen.

Italien, ein Land, das aus weit mehr als Pizza, Pasta und Amore besteht, sondern auch Sinnbild für stylishes, lässiges und extravagantes Design ist. Ob Mailand, Venedig, Rom oder Florenz – jede Stadt hat ihr einzigartiges Flair. Und dennoch eint sie alle das italienische Lebensgefühl, das an jeder Ecke, an jeder Straße und jeder Piazza wartet. Ein fast schon klischeehaftes Bild, das wir uns nach südlicher Lebenslust und Lässigkeit gierenden MitteleuropäerInnen ausmalen. Und doch ist so einiges tatsächlich Wahres daran.

Eine Hommage an das süße Leben

Es ist das locker leichte Leben, das nach spritzigen Zitronen und herrlichem Kaffee duftet, das Jahr für Jahr Millionen Menschen auf die Apenninen-Halbinsel lockt. Sonnengebräunte Haut, geliebtes Gelato essen, im Meer baden oder auch einfach nur nichts tun und sich im Müßiggang üben. La Dolce Vita in seiner Reinform. Der bekannte Satz erlangte seine Bekanntheit übrigens ebenso wie das Wort Paparazzo durch die Filme des italienischen Regisseurs Federico Fellini.

Und genau dieser berühmte Filmemacher war es auch, der in seinen Filmen das schuf, was später als Innbegriff des italienischen Lebensgefühls über die nationalen Grenzen hinweg Bekanntheit erlangte. Eigentlich geht es bei Fellinis „La Dolce Vita“, übersetzt: „Das süße Leben“, um die Lebensweise der Upper Class der 1950er-Jahre in Rom – mit all ihren Höhen und Tiefen.

Doch das Feeling von La Dolce Vita hat sich quasi mit den Jahren verselbständigt, weiterentwickelt und bis zur eigenständigen Marke perfektioniert. So wurden nachfolgend nicht nur weitere Filme als Hommage an den italienischen Klassiker schlechthin gedreht, sondern das Thema auch von MusikerInnen (weltweit) in den darauffolgenden Jahrzehnten immer wieder aufgenommen. Dabei reicht das Genre von sinnlichen Liedern und Balladen bis hin zu tanzbarem Italo-Pop.

Jeder braucht seinen Süden

Das süße Leben der ItalienerInnen drückt sich in so vielen Lebensbereichen aus und spricht dabei alle Sinne gleichzeitig an. Der Film und die Musik: Metaphern für Emotion. Die Küche Italiens: weltweit geliebt. Die Maler und Bildhauer: historische Meister. Die Mode und das Design: Lifestyle in seiner Hochform. Das Auto: zeitloser Klassiker. Der italienische Stil: unverkennbar.

Das italienische Lebensgefühl hat so viele Attribute wie Facetten. Wir träumen von Genuss, von Temperament, von Leichtigkeit und Leidenschaft. Wir stellen uns vor, wie wir italienische Pasta essend und Wein trinkend auf der Piazza sitzen. Wir malen uns aus, wie wir mit wallenden Kleidern oder lässigem Anzug und – natürlich mit dem italienischen Accessoire schlechthin – der Sonnenbrille – warme Sommertage genießen.

Wir sehen uns mit einem italienischen Auto oder einem Motorroller durch die Städte und Landschaften fahren, mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Und wir wollen dabei vor allem eines fühlen: Italien.

Ein Land l(i)ebt Design

Doch was macht den italienischen Stil, das italienische Design eigentlich aus? Wer oder was ist es, das das einzigartige Image so perfektionierte? Und was ist das Erfolgsgeheimnis hinter „Made in Italy“? Es sind viele Antworten zugleich. Zunächst ist es der elegante Look, der extravagante Style und das raffinierte Design. Bei näherer Betrachtung ist es aber auch die Tradition, die die vielen Produkte Italiens zu dem machen, was sie heute nämlich auch sind: Exportschlager.

Italien gilt international als eines der Design-Länder schlechthin. Von Mode und Luxusartikeln über Möbel und Kaffeemaschinen bis hin zu Motorrollern und Autos. Italienisches Design versteht es, Eleganz mit Tradition zu verschmelzen und sich dabei trotzdem nicht aktuellen Trends und Entwicklungen zu verwehren. Das italienische Design hat eine reiche Geschichte, auf das es auch heute noch Bezug nimmt.

Ästhetische Aspekte waren und sind dabei immer zentral, egal zu welcher Zeit. So wurde das Dolce Vita auch nach und nach eine Frage des Designs – und umgekehrt.

Pioniere der zeitlosen Formgebung

Neben Kulinarik und Mode sind auch italienische Automobile internationale Exportschlager. Bekannt für ihren unverkennbaren Stil und ihr oftmals extravagantes Design gibt es heute eine ganze Bandbreite an verschiedenen bekannten Auto- und Motorsportmarken. Und die Geschichte des italienischen Automobil-Designs reicht schon einige Jahrzehnte zurück. Genauer gesagt sogar bis ins vorletzte Jahrhundert, als die ersten Fahrzeugbauer mit ihren Pionierarbeiten für Furore sorgten.

Aus der Taufe gehoben in kleinen Karosseriewerkstätten, eroberten italienische Automarken nach und nach im Verlauf des 20. Jahrhunderts die Märkte auch außerhalb Italiens. Heute steht das italienische Auto für Tradition, aber auch für ausgeklügelte Technik. Emotion, Dynamik und zeitloses Design sind auch im Jahr 2018 noch Garanten für Erfolg – italienisches Lebensgefühl inbegriffen.

Das Revival der Stilikonen

Das unvergleichliche Design des italienischen Automobils ist nicht nur in den italienischen Städten von Turin über Mailand bis nach Neapel zu sehen, sondern auch in anderen europäischen und internationalen Städten. Viele Klassiker der italienischen Automobilszene sind heute noch gefragt – auch weil der Retro-Trend ebenfalls vor dem Auto nicht Halt macht.

Zeitloses Design ist im Trend. Automobile, die eigentlich schon längst zu Oldtimern gehören, erleben mit einem neuen Twist ihr frisches Revival. Ikonen und Symbolfiguren des italienischen Designs sind so auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung immer noch auf den Straßen Italiens, Europas und auch der Welt zu sehen. Zwar bleiben Sondermodelle und Neuauflagen ihren alten Klassikern im Design treu, die Technik aber hat sich an die heutigen Zeiten mehr als nur angepasst. Innovation trifft auf Tradition. Auch das ist Made in Italy.

Italienisches Lebensgefühl am Steuer

Wer nun italienisches Automobil-Design mit dem typischen Dolce-Vita-Feeling verbinden möchte, findet sich vermutlich neben Klassikern auch im Land der Cabriolets wieder. Es steht für den Mix schlechthin: Mit dem Cabrio durch Italien, mit offenem Dach und bei schönstem Sommerwetter Landschaften und Städte genießen. Stilvoll, elegant, zugleich aber spritzig und jung.

Der Traum der Cabrio-Spritztour durch Italien wurde auch durch Filme und Bilder geprägt und ist so beliebt, dass sich sogar schon eigens darauf zugeschnittene Urlaubsangebote buchen lassen. Und so trifft italienisches Lebensgefühl wieder einmal auf italienisches Design. Eine Wechselbeziehung, die im Übrigen auch einen Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen in Italien hatte. Denn dadurch konnten sich ganze Sparten in Industrie, Mode und auch Tourismus ausbilden. La Dolce Vita zieht einfach.

Unvergleichlich: Italien genießen

Made in Italy ist eine starke Marke. Ob in der Mode, in der Kunst, im Film oder in der Automobilindustrie – Italien ist stark im Charakter und so sind auch die Produkte. Hochwertig, zeitlos, elegant, selbstbewusst, unvergleichlich und immer mit einem Hauch von Lebensfreude und Sommer. Das sind nur einige Eigenschaften, die die italienischen Produkte kennzeichnen.

Und das gilt auch für das Italienbild, das viele Menschen jährlich in den Süden ziehen lässt und das natürlich auch mit vielen fast schon klischeebeladenen Attributen besetzt ist. Doch der italienische Lifestyle ist vielfältig. So vielfältig und emotionsreich, dass man das Lebensgefühl nicht nur beschreiben, sondern eigentlich am besten selbst auch immer wieder erleben muss, um es tatsächlich ganz zu begreifen.

Denn darauf verstehen sich auch die ItalienerInnen selbst: La Dolce Vita, das süße Leben, in vollen Zügen zu genießen. Ganz ohne Klischee.