Im Urlaub macht mancher inzwischen bewusst den „digital detox“ – den digitalen Entzug. Was bei den Gästen noch eine junge Mode ist, wirkt auf Gastgeberseite hierzulande häufig wie der lang gehegte Status quo. Die Segnungen des digitalen Zeitalters sind in vielen Hotels und Gasthäusern nämlich keine Selbstverständlichkeit.

Im österreichischen Gastgewerbe versteht man eben Tradition als Stärke – durchaus mit Recht: Ein derartig erfolgreicher Tourismusstandort kann in der Vergangenheit nicht so viel falsch gemacht haben. Digitale Innovationen bieten aber die Möglichkeit, den Aufenthalt des Gastes noch mehr zu optimieren.

Kommunikation ab der Buchung

Daran werden Facebook und Co. aber auch weiterhin nichts ändern: Gute Gastfreundschaft basiert auf gelungener Kommunikation. Im virtuellen Raum lässt sich dieses Gespräch jedoch schon weitaus früher beginnen als erst in der Hotellobby. Durch einen individualisierten kommunikativen Buchungsprozess wird mit dem Gast bereits vor, während und nach der Buchung produktiv kommuniziert und individuelle Bedürfnisse werden in Erfahrung gebracht.

Das hilft auch dem Hotelmanagement, Gäste bereits im Vorfeld ideal auf ihre Wünsche zugeschneidert unterzubringen. Des Weiteren ermöglicht die digitale Vernetzung zudem ein moderneres Hotelgebäudemanagement, das etwa die Gesamtklimatisierung effizienter steuert. Auch zentrale Automatismen wie Anmeldung und Checkout werden mithilfe solcher Mittel schneller und einfacher geregelt.

Digitale Gästemappen statt Papiermüll

Sind die Besucher erst einmal angekommen, reißt dieser Dialog aber nicht ab. Natürlich ist es weiterhin die Hauptaufgabe des menschlichen Personals, den Gästen helfend zur Seite stehen, jedoch erleichtert der Computer das für beide Seiten. Denkbar sind etwa digitale Gästemappen für das Tablet.

Entertainmentinhalte können so leichter abgerufen und Hoteldienstleistungen komfortabler bestellt werden. Touristen werden gezielt und individuell angesprochen und erhalten damit eine noch effizientere Beratung.

Die Umwelt dankt es zudem, wenn in Zukunft nicht mehr Tonnen von Infomaterial gedruckt werden, das sich nur an die Allgemeinheit richtet und somit ohnehin von niemandem gelesen wird.