Die 23 Millionen Klein- und Mittelbetriebe (KMU) in der EU machen 99 Prozent aller Unternehmen aus. Sie sind die Hauptantriebskraft für wirtschaftliches Wachstum, Innovation, Beschäftigung und soziale Integration. Eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria belegt, dass der Mittelstand Österreichs wichtigster Beschäftigungsmotor ist. Zwei von drei Jobs werden von KMU geschaffen, die für insgesamt rund 1,8 Millionen Menschen Beschäftigung bieten.

Netzwerke können helfen

Wie können nun Geschäftsführer ihr Unternehmen in diesem Wirtschaftraum einfügen und für das internationale Geschäft bereit machen? Wie kann ich als ein kleiner Betrieb Unternehmenskooperationen in der Weltwirtschaft aufbauen? Diesen und zahlreichen weiteren Fragen haben sich Führungspersonen mittelständischer Unternehmen oft zu stellen, überhaupt wenn sie am Anfang stehen.

Die Unüberschaubarkeit des vielzitierten „Förderdschungels“ überfordert oft vor allem kleinere Firmen. Hier können Netzwerke Abhilfe schaffen – in denen potentielle Partner mit ähnlichen Interessen, Frage- und Problemstellungen organisiert sind.

Networking: think global – act local

Das Enterprise Europe Network ist mit fast 600 Mitgliedsorganisationen in über 50 Ländern in der gesamten EU und darüber hinaus das größte Netzwerk seiner Art in Europa. Zu den Mitgliedsorganisationen gehören Industrie und Handelskammern, Technologiezentren, Hochschulen und Wirtschaftsförderungsagenturen.

Die Verschmelzung der früheren «Euro Info Centre» und der «Innovation Relay Centers» in ein übergeordnetes Netzwerk schafft einen einheitlichen Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen in allen EU-Angelegenheiten auf lokaler Ebene. Dieses Enterprise Europe Network ist Anlaufstelle für alle EU-unternehmensrelevanten Fragen. Man will dort besonders kleinen und mittleren Unternehmen bei der Entwicklung ihres Innovationspotenzials helfen und ihnen den Zugang zum europäischen Wirtschaftsraum erleichtern. Alle geschäftsorientierten Beratungsstellen in Europa werden in diesem Netzwerk gebündelt.

Lobbying im besten Sinne

Nicht jeder Lobbyist ist per se zwielichtig – manchmal geht es einfach nicht ohne Partnerschaften. Kontaktpflege und Networking ist in der Zeit eines zusammenwachsenden Europa von immer größerer Bedeutung – die Zusammenarbeit zwischen europäischen und nationalen Verbänden ist dabei ebenso wichtig wie die intensive Pflege der Kontakte. Es gibt dazu jede Menge regelmäßiger Veranstaltungen, Publikationen oder E-Mail-Bulletins, auch ein Informationskanal auf der Homepage der WKÖ hält Interessierte auf dem Laufenden.