DigiMaß - Handwerksbetriebe aus Oberösterreich entwickeln digitalen Rollmeter 

Am Anfang stand die Idee: ein digitaler Rollmeter, mit dem die Maße auf Knopfdruck ins CAD und alle weiterführenden Programme übernommen können. Unterstützt wurden sie dabei vom Technologiezentrum Kirchdorf und dem IT-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.  Copyright: Fa. MayrDie Übertragung von handschriftlichen Skizzen in eine Planungssoftware ist eine große Fehlerquelle. Abhilfe schafft nun die Entwicklung der beiden Unternehmer Christian Mayr und Walter Schweiger aus Wartberg an der Krems: ein digitaler Rollmeter, mit dem Maße auf Knopfdruck ins Planungsprogramm CAD und alle weiterführenden Programme übernommen werden.

Begonnen hat alles vor rund drei Jahren: Nachdem Christian Mayr den elterlichen Fliesenlegerbetrieb in Wartberg übernommen hatte, durchleuchtete er systematisch alle Prozessschritte seines Unternehmens. Dabei fiel ihm auf, dass die Übertragung von handschriftlich aufgenommenen Skizzen in die Planungssoftware eine sehr große Fehlerquelle war. Im Gespräch mit Walter Schweiger, einem befreundeten Tischler, stellte sich heraus, dass dieser mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Am Anfang stand ein innovatives Messsystem

Rasch entwickelten die beiden eine Vision: einen digitalen Rollmeter, mit dem die Maße auf Knopfdruck ins CAD und alle weiterführenden Programme übernommen werden sollten. Gedacht, getan: Zunächst entwickelten sie ein patentiertes Messsystem und reichten die Idee auch beim regionalen Ideenwettbewerb „business pro austria“ des Technologiezentrums Kirchdorf ein, den sie prompt gewannen. 

Vom Förderprojekt zum fertigen Produkt

Mit Unterstützung des Technologiezentrums Kirchdorf und des IT-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria entstand aus der Idee ein Förderprojekt und mittlerweile eine komplexe Hard- und Softwarelösung, mit der nicht mehr nur Maße mittels Bluetooth übertragen werden, sondern die auch das gesamte Angebots- und Bestellwesen sowie die Fertigung umfasst. Auch jeweils branchenspezifische Aufgaben (z.B. Fugenteilungen, Kantengestaltung, Aufmaß etc.) werden automatisiert erledigt.

Der nächste Prozessschritt, nämlich die Vollautomatisierung des Zuschnitts und der Lagerhaltung, steht übrigens bereits vor der Tür.

 

 

BauMaster - Bauen digital dokumentieren

Eine echte Hilfe für ein modernes Bauprojektmanagement wollte Walter Fürthauer entwickeln. Unterstützt wurde er dabei vom IT-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria. © www.blitzkinder.comEndlich eine Baustelle zentral einsehen und kontrollieren können. Das war die Vision von Baumeister Walter Fürthauer. Nachdem der Markt nichts Ordentliches zu bieten hatte, um die tagtäglichen Herausforderungen zu bewältigen, entschied er sich, dieses Thema selbst in die Hand zu nehmen. Daraus entstanden ist die innovative App „Baumaster“.

Mit „Baumaster“ können Baubesprechungen digitalisiert und somit eine einheitliche Lösung für alle am Bau beteiligten Unternehmen geschaffen werden. Durch die Digitalisierung aller Protokolle, Fotos, Listen und Statusmeldungen der einzelnen Arbeiten auf der Baustelle wird ein gut abgestimmter Bauablauf gewährleistet. Dafür sorgen tagesaktuelle To-Do Listen für alle Beteiligten, die geräteunabhängig über die Online-Plattform eingesehen und bearbeitet werden können. Und auch der Bauherr weiß jederzeit Bescheid über den Stand seines Bauvorhabens.

Die Ideen entwickelte Fürthauer selbst über Jahre im Kopf, bevor er sie zu Papier brachte und letztendlich die Umsetzung startete. Geholfen haben ihm dabei der IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, der die richtigen Partner im Rahmen eines Clusterkooperationsprojektes zusammenbrachte und für die notwendige Förderung sorgte.

Geschäftsführer Fürthauer ist seit vielen Jahren als Baumeister tätig. „Aus meiner mehrjährigen Berufserfahrung habe ich immer wieder erkannt, dass das Projektmanagement nicht zeitgemäß ist! Nervig war vor allem, dass das Dokumentieren immer noch mit so viel ‚Zettelwirtschaft‘ zu erledigen ist“, so der Baumeister. Für ihn ist klar, dass seine App „Baumaster“ der digitale Projektleiter der Zukunft ist.

 

 

easyKFZ - Werkstattsoftware, einfach wie ein Gabelschlüssel

Es waren Wehklagen von Bekannten, die den Elektrotechnik-Ingenieur Thomas Grömer zum Software-Unternehmer gemacht haben: Freunde aus der Autobranche jammerten immer wieder über lästige Büroarbeit. Also machte sich Grömer kurzerhand daran, eine Werkstattsoftware zu entwickeln, die sich „einfach wie ein Gabelschlüssel“ bedienen lässt.

Routineaufgabe wie Rechnungen und Bestellungen lassen sich mit der Software einfach erledigen. So sparen die Kunden – Zielgruppe sind kleine freie Autowerkstätten – Zeit und Geld.

Mittlerweile ist das easyKFZ-Team auf vier Mitarbeiter angewachsen und die Software läuft erfolgreich in 100 Werkstätten. 

 „Software kommt nicht immer aus Konzernen. Oft lösen auch kleine Unternehmen große Probleme mit guter Software.“ Thomas Grömer, Gründer von easyKFZ.