Unser tägliches Leben und Arbeiten wird besonders als UnternehmerIn immer stärker von der Digitalisierung beeinflusst. Arbeitsabläufe, Kommunikationswege, Automatisierung, Know-how von MitarbeiterInnen und Datensicherheit sind immer stärker vom technologischen Wandel betroffen. Sich diesem Wandel zu entziehen, ohne den Anschluss zu verlieren, ist nicht mehr möglich.

Eine Stärke von KMU ist es seit jeher, dass sie schnell und unbürokratisch auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können und an diesen wachsen. Dadurch werden sie mit neuen Möglichkeiten belohnt. Produktivitätssteigerung durch effiziente Produktionsabläufe, Modernisierung von Serviceangeboten und neue Geschäftsfelder sowie Produkte sind nur ein paar der sich bietenden Chancen.

Agieren statt reagieren!

80 Prozent der jungen Selbstständigen sind sich bereits heute der bevorstehenden großen Veränderungen in unserem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gefüge bewusst und sind aktiv darum bemüht, sich nicht nur auf Neues einzulassen, sondern auch mitzugestalten. Wer sich von Veränderungen hertreiben lässt, kann nicht agieren, sondern nur reagieren. Wenn der Sturm bereits hereingebrochen ist, ist es bereits zu spät, die Segel zu setzen.

Auf zu neuen Arbeitswelten!

Der Blick muss sich nach vorn auf die Herausforderungen richten:

Der klassische 9-to-5-Job wird zunehmend von projektorientiertem Arbeiten abgelöst. Hierarchien werden flacher und MitarbeiterInnen ziehen mit den Unternehmern gemeinsam an einem Strang. Möchte man weiterhin durch Qualität und Zuverlässigkeit auch gegen die internationale Konkurrenz bestehen, sind Flexibilität und Kooperationswillen gefragt. Es braucht Lösungen, die den Anforderungen der Unternehmen und der MitarbeiterInnen entsprechen.

Gleichzeitig wachsen und verändern sich die Anforderungen an das Know-how von MitarbeiterInnen und deren Ausbildung. Manche Berufe werden nicht mehr gebraucht, während zur selben Zeit neue Profile und damit neue Arbeitsplätze entstehen. KMU sind gut darin beraten, in die Weiterbildung ihrer MitarbeiterInnen zu investieren. Sie müssen stetig und entlang der neuen technologischen Entwicklungen lernen, um langfristig zum Erfolg des Unternehmens beizutragen.

Safety First!

Ein wichtiger Teil dieser sich verändernden Bedingungen ist die Datensicherheit. Und hier ist es in erster Linie das Bewusstsein für die Thematik, der wir uns stellen müssen.

Genauso wie wir unsere materiellen Werte zu schützen bemüht sind, müssen wir dies auch mit unseren ideellen Werten handhaben. Leider sind es gerade die Klein- und Mittelbetriebe, die oft Gefahr laufen, diesen Aspekt zu unterschätzen und sich unzureichend gegenüber dieser Bedrohung absichern.

Natürlich bedarf es einer zeitgemäßen IT-Infrastruktur, die mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Wichtiger ist aber der bewusste Umgang aller Beteiligten im Unternehmen mit der Thematik. Die schärfsten Schmutzmaßnahmen verpuffen, wenn unsere MitarbeiterInnen nicht gegenüber der Datensicherheit sensibilisiert sind.

Auch der Gesetzgeber ist gefordert!

Um adäquat auf die Chancen und die damit einhergehenden Herausforderungen im Zeitalter der Digitalisierung reagieren zu können, stehen definitiv auch die regulatorischen Rahmenbedingungen im Fokus. So glaubt ein Großteil der jungen Selbstständigen, dass Österreich derzeit nicht ausreichend für die digitale Zukunft gerüstet ist.

Welche Rahmenbedingungen brauchen Österreichs KMU also, damit sie den Kurs halten und digitalen Schiffbruch vermeiden können? Vor allem sind das eine optimale digitale Infrastruktur, moderne Arbeitszeitregelungen und die Sicherstellung von Grundkompetenzen im digitalen Bereich, die jedenfalls bereitgestellt werden müssen.

Angst vor der Digitalisierung ist nicht nötig: Österreichs Unternehmen sehen die Digitalisierung überwiegend als Chance. Es heißt nun, diese zu erkennen und eine Herausforderung nach der anderen anzugehen. Das ist nicht neu, sondern auch in Zeiten der Digitalisierung die zielführende Lösung.