In einer Welt, die einem derart starken Wandel unterworfen ist wie die, in der wir heute leben, suchen Menschen oft verstärkt nach Dingen, die konstant bleiben. Das kann vieles sein – persönliche Beziehungen, alltägliche Gewohnheiten oder bestimmte Dinge, die uns an „früher“ erinnern, wie etwa Gegenstände aus unserer Kindheit.

Viele Menschen haben ihre Stammlokale oder Cafés und nicht selten sind das Lokalitäten, die den Charme von „damals“ widerspiegeln. Ab und zu kann es auch einen gewissen Charme haben, in einer Frühstückspension an einem See zu urlauben, die aussieht wie in den 1970ern und bodenständigen Service bietet.

WLAN am Bauernhof

Die Regel stellt das aber nicht mehr dar. Auch beim Urlaub am Bauernhof wollen wir heute einen WLAN-Zugang haben, auch im traditionellen Restaurant wollen wir online einen Tisch reservieren oder über eine App einen günstigen Deal für ein Menü ergattern. Auch diese Branche ist also im Umbruch und Veränderungen ausgesetzt.

Der Grund ist einfach: Wer stehen bleibt, hört auf, besser zu werden. Im Endeffekt ist das auch kein Problem: Es müssen ja nicht immer eine neue, hippe Einrichtung und täglich wechselnde Low-Carb-Menükarten sein. Oft sind es Kleinigkeiten, die das Angebot verbessern, dabei aber dem Kunden das gewohnte Erlebnis nicht nehmen.

Das einfachste Beispiel ist wohl das bereits erwähnte WLAN. Einen Router aufzustellen, verändert die althergebrachte Einrichtung einer Bauernstube kaum, bietet aber die Möglichkeit, dass Gäste Fotos ins Netz stellen und so ihren Freunden zeigen, in welch gemütlicher Atmosphäre sie sich gerade befinden. Für den Wirt ein beinahe kostenloser Werbeeffekt, für dessen Breitenwirkung er noch vor wenigen Jahren größere Summen für Marketing hätte aufwenden müssen.

Online-Buchungen sparen Zeit und bringen Umsatz

Dazu zählt auch, dass man potenziellen Kunden den Zugang erleichtert. Eine moderne Buchungssoftware ist nicht mehr teuer und auch für weniger technikaffine Anwender relativ einfach zu bedienen. Für den Kunden bedeutet sie Übersichtlichkeit bezüglich des verfügbaren Angebots und der Preise, erleichtert ihm die Planung und erhöht somit die Chancen, dass er sich für dieses Hotel entscheidet.

Für den Wirt ist es ebenfalls eine Erleichterung: Anstatt wie früher alles händisch notieren, bei Umbuchungen herausstreichen und manuell verwalten zu müssen, erledigt all diese Planungsarbeit nunmehr der Computer automatisch. Zusätzlicher Benefit: Der Kunde erhält automatisch ein E-Mail mit einer Buchungsbestätigung, was einen deutlich höheren Komfort darstellt.

Wer die Kundenzufriedenheit an erste Stelle stellt und nicht auf dem typisch-österreichischen „Das hamma immer schon so gemacht“-Standpunkt verharrt, der kann mit den Herausforderungen gut umgehen.

In diesem Zusammenhang ist es immer wichtiger geworden, dass auch kleine Herbergen, Wirtshäuser oder Pensionen sich als autonome Wirtschaftsbetriebe verstehen. Für sie ist daher Ressourcenplanung zu einem Überlebensprinzip geworden. Unter dem Stichwort Enterprise-Resource-Planning (ERP) wird die nachhaltige Planung und Steuerung aller unternehmensrelevanten Ressourcen zusammengefasst.

Dazu zählen etwa Kapital, Personal, Material oder IT-Systeme. Sie müssen im Auge behalten und bedarfsgerecht geplant werden – und zwar rechtzeitig. Das steigert die Effizienz und vermeidet Stolpersteine. Auch dafür gibt es längst bedienerfreundliche und leistbare Computersoftware.

Schwieriges Umfeld – Flexibilität ist gefragt

Kein Zweifel: Gerade für die Tourismusbranche waren die Herausforderungen der vergangenen Jahre besonders hart. Das gesetzgeberische Hin und Her beim Rauchverbot oder die Registrierkassenpflicht seien hier nur als Stichworte erwähnt. Auch unter der Allergenverordnung stöhnte die heimische Gastronomie, obwohl der erste Aufschrei längst einer hohen Kundenzufriedenheit ob des Informationsgehaltes gewichen ist. Die sehr hohe Steuerbelastung in Österreich tut das ihrige dazu.

Als Sieger haben sich innerhalb der Branche oft allerdings jene erwiesen, die flexibel und mit Augenmaß innovativ waren. Wer die Kundenzufriedenheit an erste Stelle stellt und nicht auf dem typisch-österreichischen „Das hamma immer schon so gemacht“-Standpunkt verharrt, der kann mit den Herausforderungen gut umgehen.

Manchmal muss man eben gewisse Dinge ändern, damit doch alles gleich bleiben kann – und damit der Kunde auch im digitalen Zeitalter sein Traditionscafé und die Frühstückspension als so angenehm empfindet wie „damals“.