Die Ressourcen auf Erden sind endlich – so sind eines Tages alle Ölreserven aufgebraucht und dann kann man sein Auto mit Benzinmotor nur noch schieben. Das haben inzwischen auch die Autobauer erkannt und setzen mehr und mehr auf die Produktion von Elektroautos.

Die Hersteller hoffen bei dieser Erweiterung darauf, dass die Nachfrage von elektrisch betriebenen Wägen noch erheblich steigen wird: Laut einer Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers könnte bereits im Jahr 2030 jeder dritte in der EU zugelassene Neuwagen ein Elektroauto sein. Bereits zwei Jahre zuvor werden hiernach möglicherweise bereits mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge ausgeliefert als solche mit Verbrennungsmotoren.

Das Netz soll größer werden

Damit dieser Umbruch aber wirklich zustande kommt, müssen Anreize und vor allem die nötige Infrastruktur geschaffen werden. Wenn jedoch zu befürchten ist, dass man als Elektroautobesitzer stundenlang durch die Gegend fahren muss, um eine Ladestation zu finden, ist die Bereitwilligkeit umzusatteln vermutlich nicht sehr hoch.

Deshalb forderte die Europäische Kommission von ihren Mitgliedstaaten die Installation von einer halben Million Elektrozapfsäulen bis zum Jahr 2020. Frankreich hat gar laut dem jüngsten Elektroauto-Bericht der Internationalen Energiebehörde die Ambition bis 2030 in seinem Land bis zu sieben Millionen Ladestationen zu installieren. Auch in Österreich hat das Bundesverkehrsministerium unlängst angekündigt, einen Vollausbau mit Ladestationen schon bis 2020 erreichen zu wollen.

Jedoch ist es nicht damit getan, jetzt munter Ladestationen über die Landschaft zu verteilen: Es kommt auch darauf an, was sich im Inneren der Zapfsäule verbirgt. Ob solche Geräte zukunftsfähig sind, zeigt sich auch daran, ob diese Anlagen mit intelligenten und unkompliziert zu bedienenden Softwarelösungen ausgestattet sind, die dem Nutzer den Umgang mit der Station und das Elektrotanken erleichtern.

Verschiedene Nutzergruppen

Dabei fragt sich vor allem, wie die Zapfsäule eingesetzt wird. Gehört sie zu einem größeren Netzwerk oder ist sie die einzige Anlage im Besitz des Betreibers? Letztere werden in Zukunft nämlich wohl mehr werden. Die EU will eine neue Richtlinie durchsetzen, die beim Bau eines neuen Hauses dazu verpflichtet, auch eine Ladestation einzurichten. Hier braucht es einfache intuitive Programme, die auch von Privatpersonen ohne großen Aufwand leicht genutzt werden können.

Handelt es sich dagegen um ein großes Netzwerk mit zahlreichen Zapfsäulen, gibt es andere Prioritäten. Versorgt die Ladestation etwa Mitarbeiter innerhalb eines Fuhrparks auf entsprechenden Anlagen, stellt sich die Frage, ob die Angestellten mit zugeteilten Kontingenten bezahlen oder ob die Angestellten den Zugang unbeschränkt nutzen dürfen.

Während es für den einen Fall eine Programmstruktur benötigt, die einen solchen Zahlkartenmodus organisiert, ist auch andernfalls eine entsprechende Software nötig, die die Systemzugriffe mit der Unternehmensverwaltung koppelt und die Nutzung der Ladestationen mit einem adäquaten Monitoring überwacht.

Schnelle Abwicklung

In naher Zukunft werden solche Ladestationen aber nicht nur Unternehmen vorbehalten sein, sondern auch immer häufiger im öffentlichen Raum angetroffen werden – auch hier gilt es eine Software zu verwenden, die auf das Nutzerverhalten entsprechend zugeschnitten ist.

Steht sie lediglich registrierten Kunden mit einem Benutzerkonto zur Verfügung, müssen sinnvolle und schnell bedienbare Zahlmodi implementiert werden, die zugleich kompatibel mit den jeweiligen Roamingpartnern sind, um eine schnelle und reibungslose Abrechnung zu gewährleisten. Steht die Station jedoch auch Laufkunden zur Verfügung, muss das System so eingerichtet sein, dass eine umstandslose Bezahlung ohne Registrierung ebenso möglich ist.

Sollte die Ladestation gar gratis – etwa vom öffentlichen Sektor – zur Verfügung gestellt werden, lässt sich das Display auch anders nutzen, zum Beispiel, um das Zapfsäulennetz transparenter zu machen und andere Standorte anzuzeigen. Aber auch ein Werbeangebot mit Informationen zu Produkten und Dienstleistungen ist denkbar – vielleicht, wenn die Station als Service in einem Shoppingcenter angeboten wird.

Die Mischung macht's

Eine vernünftige Software ist aber nicht bloß Zahlmeister und Tankwart. Entsprechend konzipierte Programm können nämlich nicht nur die Zugriffe verwalten und die Bezahlung organisieren, sondern auch die eigene Wartung des Geräts managen. Störfälle werden hier automatisch an das Servicecenter gemeldet und häufig bereits virtuell per Fernwartung oder im Dialog mit dem Betreiber behoben. Sollten alle Stricke reißen, bittet das System um einen Technikereinsatz vor Ort.

Die elektronischen Ladestationen bedienen somit ganz verschiedene Nutzergruppen und brauchen darauf zugeschnittene Programme – im Idealfall verbindet die Software all diese Optionen.