Dabei helfen nicht nur Hersteller selbst, sondern auch unabhängige Agenturen, welche dem Kunden einen Überblick auf den zu erwartenden Wertverfall geben.

Bei der Anschaffung eines Firmenwagens oder gar einer ganzen Flotte müssen zahlreiche Parameter beachtet und berücksichtigt werden. Vom Einsatzzweck und der Wirkung nach außen über den Preis, wünschenswerte Sonderausstattungen und bevorzugte Motorisierungen bis hin zu den laufenden Kosten. Dazu gehört aber nicht nur das regelmäßige Service in der Markenwerkstatt und etwaige Verschleißteile, die ersetzt werden müssen. Auch der Restwert des Wagens muss nach der gewünschten Laufzeit in die Kostenrechnung mit einfließen. Gerade auch bei KMUs, die ihren Firmenfuhrpark nicht von professionellen Fuhrparkmanagern verwalten lassen.

Fundierte Restwertprognose

Sogenannte CarToMarket-Analysen bieten dabei eine fundierte und verlässliche Restwertprognose für den Zeitraum von einem bis zu fünf Jahren nach Modelleinführung an. Eine solche Marktanalyse stützt sich dabei sowohl auf die derzeitige Marktsituation und die zu erwartete Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes als auch auf eine Bewertung des Fahrzeugs entlang der sogenannten Restwert-Einflussfaktoren.  Dabei werden Faktoren wie das Design, die vom Fahrer wahrgenommene Qualität oder die Kommerzialisierungsstrategie des Herstellers gegenüber relevanten Wettbewerbern und deren vergleichbaren Modellen analysiert und berücksichtigt. Solche CarToMarket-Analysen lassen sich neben PKWs auch für Nutzfahrzeug-Neueinführungen anwenden.

Risikominimierung durch gezielte Marktbeobachtung

Schließlich ist die Kontrolle und Verwaltung von Restwerten entscheidend für das Management des aktuellen und zukünftigen finanziellen Risikos den Firmenfuhrpark betreffend. Maßgeschneiderte Restwertmanagement-Produkte ermöglichen es dem Kunden, den Wert seiner Firmenflotte regelmäßig anzupassen und aktuell zu halten. Momentane und zukünftige Risiken können durch die kontinuierliche Beobachtung der Restwertperformance jedes einzelnen Fahrzeugs kontrolliert werden. Auch stellen sie die Kontrolle und Prognose des Wertes einer Flotte auf regelmäßiger Basis sicher. Dieser Einblick in den heimischen Gebrauchtwagenmarkt ermöglicht es KMUs, auch selbsttätig effiziente An- oder Verkaufs-Entscheidungen zu treffen, wenn es um den eigenen Fuhrpark geht.

Restwertmanagement als Entwicklungsziel

Doch wie lässt sich der exakte Wert eines Gebrauchtwagens eigentlich messen? Anhand von ausgewählten Referenzmodellen wird die zu erwartende Wertentwicklung auf dem heimischen Markt gezielt dokumentiert und dargestellt. Monatliche Updates stellen dabei regelmäßig den aktuellsten Stand an Informationen sicher. So besteht die Möglichkeit, jahreszeitabhängige  Preisschwankungen oder Veränderungen des Marktanteils in die Restwert-Prognose mit einfließen zu lassen. Mittlerweile beziehen einige Hersteller bestimmte Restwert-Unternehmen in die Entwicklung neuer Modelle mit ein. Dabei ist vor dem Produktionsstart eines neuen Modells das Restwertmanagement für den Wagen schon fix in Planung, Überraschungen gibt es nicht.

Restwertoptimierung durch erhöhte Nachfrage

Zudem nehmen immer mehr Automobilhersteller direkt darauf Einfluss, welche Fahrzeuge in welchen Motorisierungs- und Ausstattungsvarianten an Firmenkunden oder Mietwagen-Anbieter herausgegeben werden. Denn gerade auf diese spezifische Art genutzte Modelle kommen nach der vereinbarten Leasingdauer sicher als Gebrauchtwagen wieder zum jeweiligen Markenhändler zurück. Aus diesem Grund ist es auch für den Hersteller und seine Händlerpartner hilfreich, die Neuzulassungen hinsichtlich Modell, Farbe und Ausstattung zu beeinflussen. Denn gängige Modelle in attraktiven Farbkombinationen sind nun einmal gefragter und halten damit ihren Restwert einfach besser.