Neuwagen erhalten von Autoherstellern teilweise bis zu sieben Jahre Garantie. Damit aber in der Garantiezeit tatsächlich der Hersteller für entstandene Schäden aufkommt, müssen bestimmte Wartungsintervalle eingehalten werden, die sich je nach Fahrzeugklasse unterscheiden. Wann für das Auto Inspektion und Ölwechsel anstehen, überwachen bei modernen Modellen Sensoren, die Service-Anzeige leuchtet dann rechtzeitig; den Überblick behält man aber auch durch das meist mitgelieferte Service-Heft.

Bei vielen Modellen gilt die Prämisse: Wartung nach maximal 30.000 beziehungsweise 25.000 Kilometern oder zwei Jahren, je nachdem, was früher eintritt. Das Prädikat "Checkheft-gepflegt" hat übrigens auch Einfluss auf den Wiederverkaufswert des Fahrzeuges.

Wahl der Werkstatt

Es muss zwar nicht zwingend eine Vertragswerkstatt sein, Wartungarbeiten sollten aber immer von einer autorisierten Fachwerkstatt ausgeführt werden, anderenfalls erlischt ebenfalls die Fahrzeuggarantie. Wichtig ist also, dass die Werkstatt die vom Hersteller vorgeschriebenen Arbeiten durchführt, alle betreffenden Teile prüft und bei Bedarf ersetzt. Vorrangig betrifft  das Auspuff, Kupplung, Bremse, Licht, teilweise aber auch die Windschutzscheibe (bei Steinschlag) und Bestandteile des Motors (Zündkerzen, etc.).

Unbedingt ist das Leistungsspektrum der anvisierten Werkstatt zu prüfen, zum Teil gelten günstigere Stundensätze, weil nicht alle Reparaturen angeboten werden und die Ausrüstung eingeschränkt ist. Werkstätten außerhalb der Ballungszentren haben aufgrund der geringeren Gewerbekosten stellenweise tatsächlich vorteilhaftere Stundensätze. Für ältere Fahrzeugtypen bieten sich freie Werkstätten an, bei Wartungsarbeiten an jüngeren Fahrzeugen sollten diese jedoch bestätigen, dass sie nach Vorschrift des Fahrzeugherstellers arbeiten.

Wartung und Schonung

Grundsätzlich wird in kleine und große Inspektion unterschieden. Während die kleine meist nur Ölwechsel sowie die Prüfung von Scheibenwischanlage, Luftfilter oder Bremsen umfasst, ist die große deutlich umfangreicher. Unter anderem werden Motor und Abgassystem, Getriebe, Achsen, Karosserie, Felgen und Reifen einem gründlichen Check unterzogen. Sie ist in der Regel alle ein bis zwei Jahre bzw. alle 15.000 bis 40.000 Kilometer fällig.

Entscheidend für das Ausmaß des Wartungsaufwandes eines Fahrzeugs ist das Fahrverhalten.

Wer den Motor warm fährt, muss sicher später in die Werkstatt als jemand, der vom ersten Meter an den Motor in hohe Drehzahlbereiche zwingt. Ein ganz zentraler Punkt ist dabei das Motoröl. Fahrhäufigkeit und Fahrverhalten bestimmen hier wesentlich über die Inspektionsintervalle und notwendige Güte des Motoröls.

Weitere Parameter sind beispielsweise die Bremsbeläge, deren Abrieb ebenfalls mit dem Fahrverhalten korreliert. Durch Missachtung solcher Kontrollvorgaben kann schnell ein Wartungsstau entstehen, der irgendwann zu teuer wird. Außerdem wird die eigene und die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer maßgeblich gefährdet.