Fuhrparkmanagement zahlt sich aus

Das Thema Fuhrparkmanagement rückt bei vielen Unternehmen zunehmend in den Vordergrund. Denn sobald auch nur ein Fahrzeug im Betrieb läuft, gilt es, Einsparungs- und Optimierungspotentiale intelligent zu nutzen. Dabei stehen drei unterschiedliche Aspekte im Vordergrund.

Dazu DI Renato Eggner, Leiter des Fuhrparkmanagement-Ausschusses des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL): „Zum einen ist da der Kostenaspekt. Schon beim Kauf kann durch bessere Einkaufskonditionen gespart werden. Beim Unterhalt und bei Defekten ist oft nicht vorhersehbar, welche Kosten wann entstehen. Ein Profi kann diese Kosten budgetierbar machen. Der zweite Aspekt ist die Beratung vor dem Kauf. Man muss genau jenes Fahrzeug finden, das am besten zum jeweiligen Fuhrpark, zu den Anforderungen des Unternehmers und der Mitarbeiter und vor allem zur finanziellen Lage des Unternehmens passt. Denn mit der Auswahl eines Fahrzeugs sind 80 Prozent der Kosten bereits fixiert. Danach können nur noch 20 Prozent optimiert werden. Und last but not least der Aufwandsaspekt. Ein Fahrzeug verursacht Belege. Tank- und Parkquittungen, Mautbelege und, und, und. Diese Belege zu verarbeiten, verursacht wiederum Aufwand und Kosten im Unternehmen.“ All diese Arbeiten kann ein Unternehmer an einen professionellen Fuhrparkmanager abgeben.

Die Green Fleet als Ziel

Mit bloßem Fuhrparkmanagement ist es aber nicht mehr getan. Immer größer werden die Ansprüche von Unternehmen und Kunden, die gesteigerte Umweltverantwortung auch wahr zu nehmen und eine möglichst umweltfreundliche Flotte zu betreiben.

„Ökoflottenmanagement wird somit zu einer Frage der Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt DI Eggner. „Zudem sind damit auch direkte Kostenvorteile verbunden, da die Kraftstoffkosten für umweltfreundliche, sprich sparsame, Fahrzeuge natürlich niedriger sind.“

Was zu einer Green Fleet alles dazugehört, erklärt Consultant Mag. (FH) Nikolaus Engleitner, Experte für Flottenmanagement, so: „Unter einer Green Fleet kann man sich alle die Maßnahmen vorstellen, die zu einer Effizienz- und Ökologisierungssteigerung im Betrieb des Fuhrparks beitragen. Und durch das neue Energieeffizienzgesetz sind Unternehmen mehr denn je gefordert, entsprechende Maßnahmen zu treffen.“ Dazu gehören etwa auch eine optimierte Tourenplanung, um Leerfahrten zu vermeiden, und spezielle Fahrertrainings, um den Fahrstil der Fuhrpark-Nutzer dem Ökogedanken anzupassen.

Bei der Anschaffung eines Fahrzeugs sollte Wert auf möglichst spritsparende Technik gelegt werden.

Alternative Antriebe nutzen

Und dabei treten gerade alternative Antriebskonzepte immer stärker in den Vordergrund. Elektrofahrzeuge setzen sich immer mehr durch und sind die ideale Lösung bei innerstädtischem Kurzstreckenbetrieb, wo emissionsfreies und lautloses Fahren besonders Sinn macht.

Die schon sehr erfolgreichen Hybridfahrzeuge, in denen die Vorteile von Elektro- und Verbrennungsmotor kombiniert werden, gelten als die ideale Alternative, wenn innerstädtische Fahrten genauso häufig vorkommen wie weitere Überlandreisen.

Und als Alternative für jeden Einsatzzweck sind erdgasbetriebene Autos besonders interessant. „Erdgasbetriebene Fahrzeuge sind jetzt schon eine umweltfreundliche, ausgereifte und sehr wirtschaftliche Technologie“, stellt DI Eggner klar. „Es gibt ein gutes Fahrzeug- und ein absolut ausreichendes Tankstellenangebot. Und der zusätzliche Benzintank, den diese Fahrzeuge verbaut haben, sollte auch die letzten Reichweitensorgen verfliegen lassen. Überdies bietet diese Antriebsart durch die Substituierungsmöglichkeit von Erdgas durch Bio-Methan auch für die Zukunft eine interessante Perspektive.“