Elektrofahrzeuge und ihre Einsatzfähigkeit im Fuhrpark haben sich positiv entwickelt. Die Auswahl und Reichweiten wurden attraktiver und die Kosten geringer. Solche dynamischen Entwicklungen sollten nicht ignoriert werden. Folgende Analyse-Faktoren sind für eine Neubewertung der Fuhrparksituation für Stromer wichtig:

  • Image (Markt, Kunden, Mitarbeiter) und ökologische Unternehmensziele
  • Mobilitätsanforderungen (Firmenfahrten, Privatfahrten, Einsatzgebiete, erforderliche Reichweiten, Einsatzzeiten)
  • Lademanagement (Ladestation im Unternehmen, bei Mitarbeitern, für und bei Kunden)
  • Kostenvergleich (TCO)

Bisher haben die Kosten die meisten Firmen abgeschreckt. Hier hat sich viel getan. Batteriekosten haben sich in den letzten fünf Jahren gedrittelt. Neufahrzeugpreise sind gesunken.

Förderlandschaft

Die Amortisation ist aktuell durch den höheren Einkaufspreis und konservative Restwertansätze höher als die herkömmlicher Fahrzeuge. Dem wirkt die aktuelle Fördersituation entgegen: Vorsteuerabzugsberechtigung, Ankaufsprämie, Bundeslandförderung und Wegfall der NoVA.

Der Fahrzeugbetrieb kommt ebenfalls günstiger: motorbezogene Versicherungssteuer fällt weg, reduzierte Energie- und Wartungskosten und attraktive Versicherungsrabatte. Für den Fahrer fällt der Sachbezug weg, was die Lohnnebenkosten reduziert. Selbst beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur gibt es Förderungen.

Forderlandschaft

Damit bleibt das Thema bei den Mobilitätsanforderungen. Können Stromer diese erfüllen? Aufgrund der anfänglich kurzen Reichweiten hat dies nur für wenige Unternehmen gepasst (Post, Energie- und städtische Serviceunternehmen). Für reine Außendienstfuhrparks wird es immer noch zu früh sein.

Höhere Reichweiten und größere Fahrzeugauswahl machen den Stromer allerdings für immer mehr Firmen attraktiv. Häufig wird mit einem E-Fahrzeugpool gestartet, damit die MitarbeiterInnen ihre Hemmschwelle abbauen und parallel die Mobilitätsbedürfnisse detaillierter ermittelt werden können. Erste Unternehmen haben bereits die umgekehrte Situation: einen E-Fuhrpark und einen kleinen Pool mit Dieselfahrzeugen für Langstrecken.

Fit für den ersten Schritt?