Verhaltener Optimismus für die Geschäftsreisebranche

Befragt man Experten zu aktuellen Trends im Business Travel, so zeichnen sich für heuer vorsichtig optimistische Tendenzen und Entwicklungen ab. Das Reiseverhalten der österreichischen Unternehmen ist relativ stabil und unbeeindruckt von der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Die Mehrzahl der Travel Manager geht davon aus, dass sowohl die Anzahl der Dienstreisen als auch die Ausgaben für Geschäftsreisen zumindest gleich bleiben oder sogar leicht steigen werden. Verschiebungen gibt es bei den Reisedestinationen.

Die Region des Nahen und Mittleren Ostens verliert durch politische und militärische Konflikte als Geschäftsreisedestination an Bedeutung. Asien ist und bleibt auch aus österreichischer Sicht die Region mit den höchsten Zuwachsraten bei Geschäftsreisen. Die Sicherheit der Reisenden und höchste Datensicherheit für mobile Lösungen finden bei Travel Managern zunehmend Beachtung. Wartezeiten und Verspätungen führen die Liste der frustrierenden Faktoren bei Geschäftsreisen an. Alternative Anbieter der sogenannten Sharing Economy wie zum Beispiel Uber oder Airbnb halten langsam aber sicher auch Einzug in die Geschäftsreisewelt.

Sensibilität für Sicherheitsrisiken stark gestiegen

Das Verantwortungsgefühl für die Sicherheit der Geschäftsreisenden ist bei den Unternehmen enorm gewachsen. Militärische Konflikte, Terroranschläge, Epidemien, politische Unruhen sind täglich Gegenstand medialer Berichterstattung und sensibilisieren. Der beste Schutz ist Prävention. Aber gerade im Geschäftsleben sind Reisen in Krisengebiete nicht vollkommen zu vermeiden. Immer mehr Unternehmen greifen auf professionelle Risikoberatung durch darauf spezialisierte externe Anbieter zurück.

Alle großen Geschäftsreisebüros haben sogenannte Tracking Systeme entwickelt, die den Reiseverlauf genau verfolgen und jederzeit wissen, wann sich welcher Geschäftsreisende wo befindet. Überhaupt wird die Welt des Mobilitätmanagements von Jahr zu Jahr nicht nur volatiler, sondern auch komplexer, schneller und technischer. Um mit den neuen Entwicklungen Schritt halten zu können, ist es wichtig, sich in allen Belangen gut ausgebildet zu fühlen.