Bei der Planung eines Events kann viel schiefgehen. Was ist am meisten zu beachten?

Eine fixe Größe – nicht nur in der Veranstaltungsbranche – ist die Veränderung. Speziell im Kommunikationsbereich schreitet die Digitalisierung mit großen Schritten voran. Was jedoch auch in Zukunft auf keinen Fall ersetzbar sein wird, ist die Kreativität. Und wer Aufmerksamkeit will, der sollte sich auch etwas trauen.

Denn bei Null-Acht-Fünfzehn-Events kann statt Staunen nur Monotonie herauskommen. Die drei Säulenheiligen der Sicherheit heißen Wahrscheinlichkeit, Möglichkeit und Risiko. Etwas zu riskieren, ist keine Frage, aber immer mit einem professionellen Sicherheitsnetz.

Wie wichtig ist das Thema Sicherheit auf Events?

Bei allen Herausforderungen und unterschiedlichen Veranstaltungsgesetzen in den Bundesländern ist es das Non Plus Ultra, immer auf der sicheren Seite zu sein und sich dieses Wissen anzueignen und weiter auszubauen.

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Sicherheit auf Veranstaltungen?

Wir haben heute kaum noch Veranstaltungen, wo nicht massiv Polizei oder Security vor Ort sein müssen. Das gilt nicht nur für Fußballspiele und Großveranstaltungen, sondern auch für private Feste. Die Herausforderung ist jedoch, einen Ausgleich zwischen einem realistischen und umsetzbaren Maß zu schaffen.

So gilt es, die möglichen Risiken ernst zu nehmen, aber auch besonnen und professionell zu handeln. Die Sicherheit bei Events hat oberste Priorität. Es sollten jedoch mit Augenmaß agiert und Bedingungen geschaffen werden, wo die BesucherInnen in einer unbeschwerten Atmosphäre ihre Veranstaltung genießen können.

Was ist für Sie als Branchensprecher das Wichtigste und welche Anliegen haben Sie in Ihrer Tätigkeit?

Ein großes Anliegen ist es mir, das Thema Sicherheit stärker ins Bewusstsein der verschiedenen Verantwortlichen rund um Veranstaltungen zu bringen und gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit durchzuführen. In Folge ist jedoch unabdingbar, eine Professionalisierung der Branche weiter auszubauen und das Unternehmertum im Eventsektor zu forcieren. Der Abbau der Bürokratien und Vereinfachungen im Bereich Veranstaltungsrecht, Veranstaltungsgesetze und Behördenadministration werde ich vorantreiben.

Etwas zu riskieren und Mut zu beweisen ist keine Frage, aber immer mit einem professionellen Sicherheitsnetz.

Der achtbare Wettbewerb und der faire Umgang miteinander innerhalb der Branche liegen mir besonders am Herzen. Die Internationalisierung des Event- und Veranstaltungssektors soll weiter in den europäischen Mittelpunkt gestellt werden. Kunden aus dem Ausland müssen auf unsere „Kreativschmieden“ aus Österreich im Eventbereich aufmerksam gemacht werden.

Welche Schritte setzen Sie derzeit?

Die Ausbildungsmöglichkeiten in den mit Events verbundenen Berufszweigen werden laufend evaluiert und den sich rasch verändernden Rahmenbedingungen angepasst. In diesem Bereich werden in den nächsten Monaten einige spannende und für die Branche attraktive Angebote zur Verfügung gestellt.

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft der Eventbranche aus?

Eventagenturen erfüllen vielschichtig vernetzte Anforderungen in technischer, logistischer, rechtlicher, betrieblicher und personeller Hinsicht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auch weiterhin neue Herausforderungen hinzukommen. Das bietet Chancen für die gesamte Branche, sich neu aufzustellen und noch stärker zu professionalisieren.

Eine funktionierende, professionelle Veranstaltungsbranche war und wird auch in Zukunft ein wesentlicher Faktor für die Tourismusdestination Österreich bleiben. Insgesamt beobachten wir in der Branche eine starke Tendenz zur Professionalisierung. Während Unternehmen früher eigene Ressourcen verwendet haben, um Veranstaltungen zu organisieren, greifen diese jetzt lieber auf erfahrene Dienstleister mit fundierter Ausbildung zurück.