Mag. Thomas Ziegler
Vorstandsmitglied Round Table Konferenzhotels

„Mittlerweile reicht es schon lange nicht mehr, ein ganz normales Touristenhotel als Austragungsort etwa für einen Kongress herzunehmen“, stellt Mag. Thomas Ziegler, 49, Vorstandsmitglied der Round Table Konferenzhotels, unmissverständlich klar. „Wenn ich als Veranstalter ein herkömmliches Hotel oder eine gewöhnliche Location auswähle, die keine erlebnisorientierten Komponenten bietet, kann sich in zehn Jahren niemand mehr daran erinnern. Die Nachhaltigkeit in den Köpfen der Teilnehmer ist weitaus höher, wenn sich der Veranstaltungsort von der Masse absetzt.“ Laut dem Experten ist es wichtig, anstatt austauschbarer Veranstaltungsorte jene zu wählen, die mit Alleinstellungsmerkmalen in Erinnerung bleiben.

Professionalität nur vom Profi

Bei der Wahl des richtigen Hotels für Seminar oder Kongress gehtʹs aber natürlich auch um die Praktikabilität der Location. „In einem Seminarhotel werden sie ganz andere Raumstrukturen vorfinden“, erklärt Mag. Ziegler. „Und natürlich auch eine höhere Professionalität bei den Abläufen, beginnend bei der Registrierung der Teilnehmer bis zur Beschilderung. Spezialisierte Kongresshotels bieten auf zahlreiche Fragen des Veranstalters schon maßgeschneiderte Antwortpakete. So spart man Zeit und Nerven, wenn es um die Ausrichtung und den problemlosen Ablauf eines Seminars oder Kongresses geht.“

Österreich als perfekter Austragungsort

Laut dem Tourismusexperten ist Österreich als Austragungsort auch internationaler Seminare und Kongresse sehr beliebt und gefragt. Doch wodurch wird unsere Heimat so besonders für Veranstalter, Herr Mag. Ziegler? „Es ist beinahe egal, in welcher Region ein Seminar abgehalten wird, man ist überall umgeben vom touristischen Charme Österreichs.
Ob es nun in den Bergen im äußersten Westen, in der Wachau, im Salzkammergut oder in der Pannonischen Tiefebene ganz im Osten ist, ist dann Geschmackssache. Diese Vielfalt ist es, die Österreich auch international gesehen sehr reizvoll macht.“ Egal wo in Österreich man sich aufhält, laut dem Experten findet man beinahe überall ein sehr gut strukturiertes touristisches Umland vor. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber anderen europäischen Ländern .

Mit Rahmenprogrammen in die Zukunft

Aber trotz des hohen Niveaus der heimischen Veranstaltungsszene lässt sich noch der eine oder andere Punkt verbessern und für Seminarbesucher und Kongressteilnehmer interessanter gestalten. „Wichtig ist die perfekte Infrastruktur auch rund um den Austragungsort. Von der Erreichbarkeit über erstklassige Hotels und Restaurants bis hin zum Rahmenprogramm davor und danach sollten nirgendwo Lücken auftauchen.“ Einer der wichtigsten Punkte beim Blick in die Zukunft ist für Mag. Ziegler die Pre- und Post-Convention-Situation. „Dabei geht es um das Rahmenprogramm vor und nach der Veranstaltung. Ziel ist es, den Teilnehmer einen oder zwei Tage vorher anreisen zu lassen, ihm davor etwa Sightseeing oder Wellness in Oberösterreich zu bieten und nach dem Kongress vielleicht noch mit einer Städtebesichtigung in Wien oder Graz den Österreichbesuch ausklingen zu lassen.“ Wenn es um diese verbindenden und ergänzenden Angebote geht, kann man laut dem Experten in Zukunft sicherlich noch etwas kreativer sein.