OOH ist ein Medium, dem man sich nur schwer entziehen kann. Es gibt kein Wegzappen oder Adblocken und eine parallele Nutzung mit einen anderen Werbeträger wie z.B. einem  Screen ist schwer möglich. Mit steigender Mobilität erhöhen sich die Reichweiten und die Kontaktchancen und durch die vielen neuen Einsatzmöglichkeiten begleitet uns dieses Werbemedium durch den Tag.


Heute ist diese Werbeform in den verschiedensten Ausprägungen einsetzbar und  kombiniert mit neuen Technologien wie QR-Codes und iBeacons, verknüpft mit besonderen Apps, sogar individualisierbar. Und das ist keine Vision, sondern technisch schon machbar und umgesetzt.


Das klassische Plakat in den verschiedenen Bogenformaten bis hin zur Großfläche wird es weiterhin geben, wenngleich es auf Dauer eher im außerstädtischen Bereich eingesetzt werden wird. Im urbanen Bereich sind heute bereits Rolling Boards und City Lights flächendeckend eingesetzt. Die Digitalisierung schreitet zügig voran. Infoscreens, digitale Screens in Einkaufsstraßen und Shopping Malls oder  ganze U-Bahn Stationen bis hin  zu Screens in öffentlichen Verkehrsmitteln sind erst der Beginn dieser Entwicklung.


In vielen dieser Bereiche folgt Österreich den internationalen Trends. Einzig in der Umrüstung der klassischen 16/1- oder 24/1-Bogenformate bzw. Plakatwände auf digitale Formen besteht Aufholbedarf. Wohl wissend, dass es hier um den Einsatz wirklich enormer Investitionsbudgets sowie Bewilligungsthematiken geht.


Möglichkeiten, OOH-Werbeformen zu benutzen, gibt es somit viele. Doch was hilft die tolle Reichweite, wenn die kreative oder auch werbehandwerkliche Umsetzung geringe Aufmerksamkeit oder Relevanz erzeugt? Grundsätzlich muss das Medium ohne Sprache und Begleitmusik in ganz kurzer Zeit kommunizieren, Aufmerksamkeit erzeugen, Inhalte weitergeben oder Emotionen bzw. Lust auf Produkte und Marken erwecken.

Und jede OOH-Ausprägungsform braucht eine auf das jeweilige Medium zugeschnittene Umsetzungsform. Beipackzettel sind nicht möglich. Umformatierte oder mutierte Printanzeigen oder das Abspielen vorhandener TV Spots werden kaum die gewünschte Wirkung erzeugen. Es gilt das Motto: KUK – kurz und knackig! Erst mit einer richtigen Umsetzung wird das Medium seine volle Wirkung erzeugen. Es liegt aber nicht nur an den kreativen Ideen und deren Umsetzung durch Agenturen, sondern auch am Verständnis der Auftraggeber.


Die zunehmende  Verknüpfung der digitalen OOH-Werbeformen mit der digitalen Welt schaffen neue Potentiale. QR-Codes oder iBeacons schaffen die Verbindung zum Smartphone – mit oder ohne App –, wo es dann zu einer Vertiefung der Kommunikation, zur Nutzung von Dienstleistungen bis hin zum Kauf oder einer Bestellung kommen kann.  Ein schönes Beispiel dafür ist das plakatierte Tesco-Regal in einer U-Bahn-Station in Südkorea, wo die Konsumenten via QR-Code ihre Lebensmittel im Tesco-Webshop bestellen. Und werden uns interaktive Touchsreens im öffentlichen Bereich ganz neue Formen des Einkaufens bieten? Im Indoor-Bereich gibt es bereits konkrete Umsetzungen wie z.B. bei McDonalds.


Die Einsatzformen von OOH-Medien werden breiter und es bieten sich neue Potenziale für die Betreiber und neue kreative Werbemöglichkeiten für die Auftraggeber an. Die Verschmelzung der Werbeformen in der digitalen Welt bietet neue Möglichkeiten, mit den Konsumenten zu kommunizieren, ausgehend von langfristigen, relativ unflexiblen Bildern hin zu kurzfristig veränderbaren, bewegten Bildern mit interaktiven Möglichkeiten, vom statischen Plakat hin zu bewegten Kunstinstallationen im öffentlichen Bereich. Damit wird OOH weiterhin ein äußerst interessantes, effizientes und effektives Medium für die werttreibende Wirtschaft sein.