In Österreich haben Veranstalter früher viel an der Sicherheit gespart. Das hat sich inzwischen geändert, berichtet Jan R. Wiedey, Geschäftsführer von SafetyConcepts: „Damals hieß es häufig: Das brauchen wir nicht. Aber heute steht das Sicherheitsbudget zum  Glück nicht mehr an letzter Stelle.“

Diese gesteigerte Nachfrage von umfangreichen Sicherungsleistungen bedient Wiedeys Unternehmen: Seine Mitarbeiter findet man vor allem dort, wo ein individuelles Sicherheitsprogramm gefordert ist und zielgerichtet die Wünsche des Organisators umgesetzt werden sollen.

Das 2003 in Wien gegründete Unternehmen möchte keine Konfektionsware liefern, sondern will für jeden Kunden ein Sicherheitsprogramm nach Maß schneidern. Dafür unterhält man sich vorher ausführlich mit den Kunden und muss genau zuhören, was vom Veranstalter gefragt ist.

Qualität hat ihren Preis

Genauso wichtig ist es aber auch den Veranstaltungsort zu sichten und davon ausgehend die jeweilige Sicherheitsstrategie zu entwickeln. Schließlich kann man auf kein Patentrezept zurückgreifen, betont Wiedey: „Es gibt keine einheitliche Gleichung: Eine bestimmte Zahl von Gästen erfordert nicht immer die gleiche Zahl von Sicherheitskräften, die man dann je nach Bedarf nur multiplizieren braucht. Jeder Auftrag ist anders und stellt verschiedene Anforderungen.“

Wiedeys Anspruch ist es, hohe Qualität zu bieten – die hat ihren Preis: „Wir garantieren dafür ein Preisleistungsverhältnis. Wer uns bucht, weiß warum. Manchem war es in der Vergangenheit zu teuer und man entschied sich für ein billigeres Unternehmen. Ich würde nicht sagen, dass einige es bereut haben – doch kamen einige wieder zu uns zurück.“

Der Kunde ist König

Das bedeutet in erster Linie, unauffällig zu bleiben: Größere Probleme werden zwar sofort mit dem Veranstalter geklärt. Ein gelungener Abend ist es aber für Wiedey, wenn man dem Kunden bloß am Schluss von kleinen Problemen zu berichten braucht, die ohne Nebengeräusche gelöst wurden. Qualität heißt in diesem Gewerbe also, dass alles richtig gemacht wurde, wenn nichts passiert?

Dieser Schluss ist Wiedey zu einfach. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, dass seine Angestellten nicht bloß wie grimmige Türsteher oder unsichtbare Agenten auftreten, sondern die Menschen vor Ort vielmehr kompetent und freundlich betreuen: „Der Kunde ist König und sein Gast ist unser wichtigster Bezugspunkt. Uns liegt es am Herzen, nicht nur auf die Sicherheit zu schauen, sondern die Besucher einer Veranstaltung auch gut zu betreuen.“

Konstanz im Personalstab

Von Vorteil ist es daher, dass man im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern eine geringe Fluktuation im Personal hat. Die meisten Mitarbeiter sind festangestellt und schon länger dabei. Zur Qualitätssicherung dient dabei auch das firmeninterne Ausbildungssystem: Jedes Mitglied der Unternehmensfamilie wird fast vollständig auf der unternehmenseigenen SafetyAcademy aus- und weitergebildet. Lediglich Spezialfächer überlässt man externen Profis.

Für einen gelungenen Abend braucht es nämlich nicht nur wachsame Augen und starke Arme, sondern auch offene Ohren. Wiedey: „Der perfekte Ablauf ist, dass der Gast höflich empfangen wird, Spaß hat und  später zufrieden nachhause geht. Dafür sorgen wir möglichst unbemerkt im Hintergrund, aber auch im direkten Dialog mit jedem Teilnehmer: „Geht nicht“, gibt es bei uns nicht.“