In zentraler Lage, mit unverwechselbarer Landschaft, kulturellen Highlights und der weit über die Grenzen hinaus bekannten Gastfreundschaft hat Österreich eine lange Tradition als Tagungs- und Kongressdestination. Viele unserer Besucher kommen unter anderem aufgrund der unberührten Natur, die sie hier in Österreich noch finden können. Und viele Menschen in unserem Land arbeiten für und leben vom Tourismus. Kein Wunder also, dass sich Österreich schon seit langem zum Thema Nachhaltigkeit und Green Meetings engagiert.

Deutschsprachige Auszeichnungen

Bereits seit 26 Jahren verleiht das Österreichische Umweltministerium das Österreichische Umweltzeichen an Betriebe und Institutionen, die sich an festgelegte Richtlinien halten, um ihre Produkte und Dienstleistungen nachhaltig herzustellen, zu vertreiben und den damit verbundenen „ökologischen Fußabdruck“ so klein wie möglich zu halten.

In der Veranstaltungsbranche werden hier sowohl Locations als auch einzelne Events zertifiziert und beides hilft dem Verbraucher bei der Orientierung für nachhaltiges Handeln. Der Kodex der Veranstaltungsbranche „fairpflichtet“, der vom Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) gemeinsam mit dem German Convention Bureau e.V. (GCB) ins Leben gerufen wurde, unterstreicht diese Intention und knüpft ein verbindendes Band zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Kooperativer Forschergeist

Während noch vor einigen Jahren das Thema Green Meetings in aller Munde war und auch medial im Mittelpunkt stand, ist es in der Zwischenzeit mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit geworden. Zunehmend kann man beobachten, dass der möglichst schonende Umgang mit Ressourcen Einzug in unseren Alltag genommen hat. Nachhaltigkeit meint jedoch mehr als die Einsparung von CO2. Nachhaltigkeit bedeutet auch Zukunftsfähigkeit und wirft ganz automatisch die Frage auf, wie die Welt aussehen wird, in der wir in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren leben werden.

Gemeinsam mit dem GCB haben der EVVC und weitere Partner das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation mit dem Forschungsprojekt „Future Meeting Space“ beauftragt. Das Ergebnis ist ein Innovationskatalog, der 120 Tagungen und Kongresse für maßgebliche Neuerungen umfasst, die unsere Lebens- und Arbeitswelt in Zukunft prägen werden.

180-Grad-Projektionen, Nebel-Projektionen, digitale Dolmetscher und die Umsetzung von Holografie als 3D-Projektion im Raum sind demnach nur einen Wimpernschlag von heute entfernt. Technologien, die für uns derzeit kaum vorstellbar sind, werden in wenigen Jahren zu unserem Alltag gehören und an dieser Stelle auch viele Veranstaltungshäuser vor große Herausforderungen stellen.

Sichere Perspektive

Mit der Intensivierung der digitalen Welt wird sich in Zukunft das Sicherheitsbedürfnis der Tagungsteilnehmer noch weiter erhöhen – sowohl im realen als auch im virtuellen Raum. Auf der einen Seite steht hier der Wunsch nach Datenschutz und technischem Know-how, um die Nutzung von mobilen Geräten und die Datenübertragung zu sichern.

Auf der anderen Seite wird bereits heute deutlich, wie das Thema Sicherheit spürbar an Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmung gewinnt. Doch immer, wenn viele Menschen aufeinander treffen, gibt es ein potenzielles Risiko. Dieses real einzuschätzen und ihm mit konsequent aktualisierten Evakuierungs- und Sicherheitskonzepten zu begegnen, war und ist Aufgabe der Veranstaltungsprofis.

Um Österreich, Deutschland und die Schweiz gemeinsam als deutschsprachige Veranstaltungsdestination zu stärken, setzen die Convention Bureaus gemeinsam mit dem EVVC auf Weiterbildung in Sachen Zukunftsfähigkeit. Neben der Weiterbildungsinitiative micelab:bodensee der vier Länder der Bodenseeregion sei hier auch 100PRO – Die Ausbildungsinitiative der Veranstaltungswirtschaft erwähnt. Als Branche der Begegnung sieht die Veranstaltungswirtschaft einer sehr positiven Zukunft entgegen, denn mit der Intensivierung digitaler Formate wird die Sehnsucht nach dem persönlichen Austausch und echter face-to-face-Kommunikation stärker werden. Davon sind wir überzeugt.