Bereits seit dem Winter 2012 nutzt die OÖ Seilbahnholding GmbH Digital Signage um für ihre Standorte zu werben. Neben der Bundesstraße B145 wurde im Salzkammergut eine elektronische Plakatwand installiert. Der Screen steht im Ortsgebiet von Ebensee. Da die Menschen mit nur 50 km/h an dem Bildschirm vorbeifahren, ist die Aufnahme der präsentierten Information einwandfrei und gefahrlos möglich.

Auslaufmodell Plakatwand

Die elektronische Darstellung von Werbeinformation im öffentlichen Raum bringt viele Vorteile mit sich. So können die Informationen zeitlich variabel eingesetzt und beispielsweise stündlich oder täglich verändert werden. Inhalte können nicht nur besser dargestellt werden, sondern auch in einem größeren Umfang. „Der größte Vorteil für uns ist allerdings, dass wir mit unserer elektronischen Plakatwand ungleich mehr Aufmerksamkeit herstellen als mit einer herkömmlichen“, sagt Dietmar Tröbinger, Geschäftsführer der OÖ Seilbahnholding GmbH.

Elektronische Wunderkiste

Eine optimale Darstellung des Contents bei Tag und Nacht ist auch aufgrund des eingebauten Lichtsensors garantiert. Dieser regelt die Helligkeit des Displays und passt sie dem Umfeld an. Die Leuchtkraft ist stufenlos regelbar. Der Inhalt wird über eine Funkleitung aus dem rund 20 Kilometer entfernten Gmunden eingespielt.

Es können sowohl Texte, Grafiken, Computeranimationen und Videos dargestellt werden. Durch die wetterfeste pulverbeschichtete Alublechkonstruktion trotzt der Videoscreen Wind und Wetter. Und noch einen weiteren Vorteil gibt es, wenn es um die Wetterlage geht. „Oft haben wir im Tal richtig grausigen Nebel. Dank der modernen Technik können wir in Sekundenschnelle Bilder von unseren Standorten am Berg einspielen und somit den Leuten zeigen, dass dort optimales Ski- bzw. Wanderwetter herrscht“, ist Tröbinger von der Installation begeistert.

Herausforderungen und Kosten

Durch die Technik ist es möglich, enorm viele Daten und Inhalte zu präsentieren. Allerdings muss dabei das richtige Maß gefunden werden, da die Zeit für die Informationsaufnahme beim Betrachter begrenzt ist. Schließlich fährt ein Großteil im Auto an der elektronischen Plakatwand vorbei. Diese Nähe zum Verkehrsgeschehen erschwert auch die Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Denn diese sehen ebenso den Vorteil, dass Videoscreens mehr Aufmerksamkeit erzeugen und argumentieren deshalb, dass sie eine größere Ablenkung für die Verkehrsteilnehmer darstellen als normale Plakatwände.

Der finanzielle Aufwand ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. „Natürlich ist das Ganze nicht sonderlich kostengünstig, aber für uns ist der Werbewert bereits jetzt höher, als es die Anschaffungskosten waren“, erklärt der Geschäftsführer der OÖ Seilbahnholding. Steht die Konstruktion allerdings erst einmal, halten sich die weiteren Kosten in Grenzen. Das System ist wartungsarm und der Stromverbrauch gering.

„Wir überlegen ernsthaft, ob wir ein weiteres Exemplar anschaffen sollten“, stellt Tröbinger fest. Für ihn überwiegen die Vorteile der  Digital Signage eindeutig. In Österreich werden elektronische Plakatwände und Co. erst vereinzelt eingesetzt. Da die technische Entwicklung in diesem Bereich rasant voran schreitet  und die Anschaffungspreise im Sinken begriffen sind, ist zu erwarten, dass das digitale Plakat sein gedrucktes Pendant in naher Zukunft ablösen wird.