Kennen Sie diesen Witz? TEAM sei ein Akronym für „Toll, ein anderer macht’s!“ Damit wird humoristisch auf die Arbeitsteilung in Teams angespielt, die manchmal dazu führen kann, dass sich ein Mitarbeiter in einem Projekt stärker belastet fühlt als der andere. Moderne arbeitsteilige Prozesse haben als Charakteristikum, dass nicht mehr jeder alles tut, sondern sich auf einen Teilbereich konzentrieren kann.

Solange solche Sprüche im reinen Scherz fallen, ist alles in Ordnung. Problematisch wird es, wenn MitarbeiterInnen beginnen, in der Aussage Wahrheit zu erkennen. Das belastet das Betriebsklima und damit mittelfristig auch die Produktivität des jeweiligen Unternehmens.

Wir-Gefühl als Schlüssel zum funktionierenden Team

Diese Erkenntnis hat sich in der Wirtschaft immer weiter durchgesetzt – keine ganz junge Entwicklung, aber sie war nie flächendeckend gleichmäßig. Wie überall gibt es auch hier Vorreiter und Nachzügler. Beobachter könnten einwenden, dass Gratifikationen für MitarbeiterInnen schon vor 50 Jahren da oder dort vorhanden waren. Das ist zwar richtig, doch darum geht es hier nicht.

Denn das Stichwort heißt Teambuilding. Während eine einfache Gratifikation wie Kantinengutscheine oder Ferienanlagen für MitarbeiterInnen Verkaufsargumente eines Arbeitgebers sind, ist Teambuilding nach innen gerichtet. Es geht darum, die MitarbeiterInnen zu einer Mannschaft zusammenwachsen zu lassen.

Für ein Unternehmen, aber auch eine NGO oder Behörde, hat das Vorteile. Zum einen ist das Klima im Büro besser, es gibt weniger Streitereien, kurz: Der Alltag ist wesentlich angenehmer. Zum zweiten – und ab hier wird es richtig spannend – erhöht das die Produktivität.

Die 5 Phasen des Teambuilding

Ziele richtig stecken

Wenn Leistung und Wissen nicht mehr als Wettbewerbsvorteile gegenüber dem nebenan sitzenden Konkurrenten gesehen werden, sondern als individuelle Stärken, die diejenigen des nebenan sitzenden Partners (!) ergänzen, werden Schwächen ausgemerzt und Stärken gestärkt. Die Arbeit geht flotter, produktiver und effizienter von der Hand.

Wichtig ist, dass die Führungskraft dem Team die richtigen Ziele setzt, die als gemeinsame solche angesehen werden können, womit ein Prozess des Einander-Unterstützens einsetzt. Dafür ist wichtig, dass diese Ziele realistisch und gut erreichbar sind. Das gibt der Belegschaft die entsprechenden Erfolgserlebnisse, was sie innerlich darin bestätigt, sich untereinander eben als Team anzusehen.

Wie baue ich ein Team?

Vor dieser Frage steht jeder, der sich einmal grundlegend dazu entschieden hat, in Zukunft auf Teambuilding zu setzen. Ideen und Ratschläge gibt es dafür jede Menge – sie reichen von gemeinsamen Essen über Freizeitaktivitäten bis hin zu eigenen Teambuilding-Seminaren an Wochenenden.

Hier gilt: Augenmaß bewahren. Sollte ein HR-Verantwortlicher befinden, drei Mal wöchentlich müsse das Team miteinander kochen, wird das schnell zu viel. Mit Behutsamkeit vorzugehen, ist langfristig erfolgreicher. Etwa ein gemeinsames Mittagessen auf Firmenkosten, wenn ein Mitarbeiter Geburtstag hat. In der unkomplizierten Atmosphäre lässt sich mancher Knoten lösen, aber es ist auch noch niemand überfordert.