„Die drei Erfolgskriterien bei der Organisation eines einzigartigen Events sind frei nach dem Hotelgründer Conrad Hilton Research, Research und Research“, scherzt Erik Kastner, MBA. Als Geschäftsführer einer heimischen Marketingagentur mit dem Spezialgebiet Emotional Events weiß er, wovon er spricht. „Je mehr Information ich über das Produkt, das emotional inszeniert werden soll, habe, desto besser kann das Konzept darauf abgestimmt werden.“

Event als Kommunikationsstrategie

Laut Erik Kastner ist der Event als integriertes Element einer Kommunikationsstrategie von großer Bedeutung. Da reicht es heute nicht mehr, die Besucher nur mit schmackhaftem, gut riechendem Essen und Musik zu verwöhnen. „Mit einigen kleinen Details, die einen weiteren Sinn ansprechen, lässt sich der Erfolg der Veranstaltung meist schon enorm steigern. Heute besucht niemand mehr ein Event, weil es dort kostenloses Essen gibt. Heute muss es schon ein besonderes emotionales Ereignis sein, um potentielle Besucher neugierig zu machen, anzulocken und damit in Erinnerung zu bleiben.“

Haptische Erlebnisse sind wichtig

Denn laut dem Experten geht es immer nur um den Event selbst. „Der Event als fixer Bestandteil der Kommunikationsstrategie eines Unternehmens ist ein Tool, das immer wichtiger wird. Nur dann, wenn sich der Event integriert und Bestandteil wird, funktioniert er in der Gesamtkommunikation. Und dazu braucht es eine fundierte, emotionale Sinnesansprache an die Besucher.

Erik Kastner, MBA
Certified Event Master und Mitglied bei EMBA, ISES, MPI

“ Neben dem Geschmack, dem Geruch und dem Sound werden auch haptische Erlebnisse bei Veranstaltungen immer wichtiger. „Angenommen, auf einer Messe gehen Besucher über harten Industrieboden in einer lauten Halle. Nur an einem Messestand gibt es neben ruhiger Musik, mit der die Umgebungsgeräusche abgeschirmt werden, auch einen sich gut anfühlenden, flauschigen Teppich und angenehmes Licht. Und wenn es dann dort auch noch angenehm duftet, wird an dem Stand mächtig was los sein!“

 

Zusammenspiel der Sinne

Doch kommt es immer auf das Zusammenspiel der Sinne an, um sich von der Konkurrenz abzuheben und nachhaltig in Erinnerung zu bleiben. „Das Entscheidende ist die Kombination und die Intensität der Sinnesansprache. Der Teppich oder das Licht allein reichen nicht. Das ausgewogene Zusammenspiel der Aktivierung der verschiedenen Sinne ist das Wesentliche“, erklärt der Experte für gezielte Sinnesansprache bei Events.

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist laut Kastner der Erlebnischarakter. „Ein Event muss ein Erlebnis sein, eine eindeutige Geschichte erzählen und so viele Sinne wie möglich ansprechen, um in positiver Erinnerung zu bleiben. Oftmals ist es deswegen auch notwendig, sehr stark zu überzeichnen, um sich von den bis zu 10.000 täglich auf uns einprasselnden Werbebotschaften abzuheben. Diese Erlebnisstrategie rüberzubringen ist das große Geheimnis und die enorme Herausforderung eines erfolgreichen Events.“