Eigentlich war sie nur ein Nebenprodukt des Wiener Hochwasserschutzes, ein 21 Kilometer langer Aushub-Erdhügel mitten im Fluss: die Donauinsel. Doch mittlerweile ist sie eines der beliebtesten Wiener Ausflugsziele. Und einmal im im Jahr verwandelt sich die Insel zur größten Freiluftbühne Europas. Mit rund drei Millionen Besuchern ist das Donauinselfest nicht nur der Höhepunkt im österreichischen Festival-Kalender. Musikbegeisterte aus ganz Europa reisen jedes Jahr dafür extra nach Wien.

Thomas Waldner
Projektleiter des größten Open-Airs Europas

„Das Donauinselfest wird in den nächsten Jahren den europäischen Gedanken vertiefen und die Kooperation mit anderen europäischen Festivals noch weiter verstärken“, sagt Thomas Waldner, der heuer zum ersten Mal das Donauinselfest organisiert – und das zu dessen 30. Jubiläum. „Ein so großes Gratis-Festival findet auch im Ausland viel Anklang“, sagt der Projektleiter. Viele der Festivalbesucher kommen von außerhalb Wiens – aus den Bundesländern sowie auch aus dem Ausland. „Viele verbinden das Donauinselfest mit einem Wienbesuch“, sagt Waldner. Dies sei mit ein Grund, warum sich das Donauinselfest von klassischen Musikfestivals unterscheidet. „Wir bieten auch ein umfangreiches Familien-, Kinder- und Sportprogramm“,  so der Veranstalter.

 

Gemeinsame Richtung zum Erfolg

Dass ihm mit dem größten Freiluft-Festival Europas eine organisatorische Mammut-Aufgabe bevorsteht, ist sich Waldner durchaus bewusst. Schon seit einigen Jahren ist er Teil des Organisationsteams, das er nun anführt. „Meine Aufgabe ist es, die Interessen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu bringen“, sagt Waldner. Gerade bei einer Veranstaltung in dieser Größenordnung sei wichtig, das gleiche Ziel zu verfolgen. Keine leichte Aufgabe bei einem so großen und vielfältigen Festival: „Mit unseren elf Bühnen ist es so, als würden wir elf Festivals in einem großen Festival zusammenfassen.“

„Im Bereich Sicherheit haben wir in den letzten Jahren eine Vorreiterrolle übernommen“, meint Waldner mit Blick auf die zurückliegenden, erfolgreichen Veranstaltungen stolz. Gerade, weil die Veranstaltung auf einer Insel stattfindet, stellt die An- und Abreise zum Donauinselfest eine besondere organisatorische Herausforderung dar. Allein die U-Bahnen können innerhalb von nur drei Minuten über 1000 Menschen auf die Insel befördern.

Damit das Donauinselfest auch in diesem Jahr ein Erfolg wird, haben Waldner und sein Team gleich nach dem Ende des Projekts mit der Planung für die Jubiläums-Veranstaltung begonnen.